Montepulciano Stadtrunde


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 3.53km
Gehzeit: 01:05h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Wer bei dem Namen Montepulciano Gelüste auf ein geistreiches Getränk bekommt, liegt nicht ganz falsch. Die toskanische Stadt, malerisch auf einem Hügel zwischen dem Val d’Orcia und dem Val di Chiana gelegen, hat als flüssige Spezialität den Vino Nobile di Montepulciano in der Auslage. Darüber hinaus gibt es hier so viel für die Sinne, dass der Mund schon mal trocken werden kann, durch Offenstehen im Anblick der eindrucksvollen Altstadt und der Renaissance-Architektur.

Davon verschafft uns diese smarte Rundwanderung einen lebendigen Eindruck, für den bereits die Etrusker eine Teilverantwortung übernehmen. Das Mittelalter und die Zeit des Einflusses aus Florenz sind weitere Zeugen einer Geschichte, die jährlich viele Besucher begeistert. Los geht’s unterhalb der Altstadt auf dem Hügel, vom Parkplatz südlich des größeren Parkplatzes.

Wir folgen unserem GPS und im Zickzack per Treppen kommen wir in einen kleinen Park hinauf, den Giardino di Poggiofanti. Noch sind wir außerhalb der Festungsmauern und wir haben bereits prima Ausblicke von oben in die Region mit Mischwald, Wein und Kulturlandschaft. Dann kommen wir an der Porta al Prato vorbei, einem Stadtmauertor, und nähern uns dem Kern. Die mittelalterlichen Mauern stammen aus der Zeit ab dem 14. Jahrhundert. Im 13. Unterlag sie teils noch dem Einfluss von Siena, bevor sie florentinisch wurde.

Durch die malerischen Gassen, mit dem historischen Uhrenturm zum Beispiel, gelangen wir zur Chiesa di Sant’Agostino (ab 1285), die gotisch begonnen wurde und über die Jahrhunderte das Renaissanceantlitz erhielt. Es geht auf Stein durch Gestein und in jeder Ritze ist Geschichte. Palazzi, Kirchen, Weinkeller, Museo Civico Pinacoteca Crociani und zum Piazza Grande mit zinnengekröntem Rathaus, Brunnen und Cattedrale di Santa Maria Assunta, auch Dom genannt. Die heutige Kathedrale wurde zwischen 1586 und 1680 auf den Fundamenten der alten Pieve errichtet.

Als Nächstes kommen wir um die Fortezza Medicea herum. Die Festung erhebt sich am höchsten Punkt der Stadt. Ein erstes Castrum stammt aus dem 8. Jh. Siena errichtete ab 1261 die Festung, die im Laufe der Jahre vielfach wiederaufgebaut werden musste. Die Nutzungen veränderten sich auch: Militär, Seidenraupen, Schule und jetzt Kultur, Lehre, Genuss. Einige Kirchen und aussichtsreiche Punkte später gelangt man zum Ausgangsort zurück – aber wozu die Eile …

Bildnachweis: Von Bischoff49 [CC0] via Wikimedia Commons

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Montepulciano
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