Der geschichtsträchtige Berg Monte Zugna, der mit unterschiedlichen Höhen angegeben wird, in unserer Karte mit 1.857m, erhebt sich im Trentino, südlich von Rovereto. Der Berg hatte eine strategisch wichtige Bedeutung im Ersten Weltkrieg. Er gehörte davor zu Österreich-Ungarn und das begann mit dem Bau einer Befestigungsanlage, was vor Kriegsausbruch eingestellt worden war. Italien übernahm 1915 den Berg. Nun ist hier oben ein Freilichtmuseum, Parco della Pace, mit erklärenden Tafeln in italienischer und deutscher Sprache. Es gibt natürlich auch fantastische Ausblicke, zudem das Rifugio Coni Zugna und ein Observatorium.
Die Besetzung des Monte Zugna half den Italienern, die österreichischen Versuche zu verhindern, die Linien zu durchbrechen, sowohl auf dem Vallarsa-Grat als auch im Valle dell'Adige. Frontlinien, Tunnel, Krater, Posten – hier ist man dem Ersten Weltkrieg museal recht nah. Die Schützengräben der Gegner lagen lediglich 150m auseinander. Es kam zu heftigen Gefechten. Wir schauen uns das auf dieser Runde an, die beim Parkplatz auf rund 844m im einst befestigten Lager Matassone (Vallarsa) an der SP89 beginnt. Oberhalb des Ortes sind auch Befestigungsgänge und Posten erhalten.
Das Rifugio Monte Zugna auf 1.628m ist nach rund 3km erreicht. Der steilste Anstieg durch Mischwald ist geschafft und dabei haben wir einige schöne Talblicke gehabt. Neben einer stärkenden Rast widmen wir uns der Geschichte um den blutigen Kampf um Land, Macht und Interessen. Zum Ende dieses Krieges befanden sich über ¾ der damaligen Weltbevölkerung im Kriegszustand.
Wir wandern noch ein Stückchen höher gen Süden und machen einen Abstecher zum Gipfelkreuz des Monte Zugna. Daneben ist das Observatorium. Beim Rundumblick schaut man über die Gebiete von Rovereto, die Vallagarina und die Vallarsa bis zum Pasubio. Bei klaren Wetterbedingungen reicht die Sicht außerdem über die Kleinen Dolomiten, die Lessinia, den Monte Vignola und den Altissimo bis ins Etschtal hinab und teils weiter in Richtung Trient.
Weiter tangiert die Wanderung Höhen und Sattel: Passo della Portela, Cima Selvata und Passo Buole (1.460m) mit Wanderrast, Ausblick, Obelisk und kleiner offener Kapelle. Dem GPS folgend wandern wir durch den lichten Bergmischwald weiter absteigend, kommen an der Fonte dell’Astea vorbei und in Serpentinen an die SP89 und streifen das Dörfchen Aste. Dann geht’s durch Staineri und nach Matassone zurück.
Bildnachweis: Von Giorgio Galeotti [CC BY 4.0] via Wikimedia Commons
Diese Rundwanderung im unteren Etschtal, auch Vallagarina genannt, startet in Marco im Tal und hat es in sich. Rund 950m Höhenunterschied wollen...