Gleich vorweg: Vor der Wanderung sollte man die örtlichen Bedingungen erfragen (aktuelle Anordnungen der Gemeinde Zafferana Etnea, des Ätna-Parks und des INGV). Denn der Ätna ist nicht die Eifel. Der Vulkan auf Sizilien ist aktiv und wird überwacht. Es gibt immer wieder Bewegung an den Gipfelkratern und im Valle de Bove aktive Lavaströme und Spaltenöffnungen.
Valle del Bove wird mit „Tal des Ochsen“ übersetzt. Es handelt sich um eine mächtige hufeisenförmige Senke an der Ostflanke des 3.329m bis 3.400m hohen Ätnas. Seine Höhe variiert je nach Schlackenanhäufung oder Einstürzen. Das Valle de Bove umfasst rund eine Fläche von um die 35 bis 37km².
Unsere Runde beginnt am Crateri Silvestri inferiori (1.886m) bei Nicolosi Nord (SP92) und am Rifugio Sapienza. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn. Dabei kommen wir auf den Sentiero 704 durch ein Wäldchen am Monte Lupo sowie an den Rand des Schutzgebiets Valle de Bove. Asche, Grün und Aussicht begleiten uns auf dem Weg zum Aussichtspunkt Vetta sentiero Schiena dell'asino auf über 2.000m.
Von dort fällt der Blick in die Valle del Bove und auf die östlichen Gipfelkrater des Ätna. Wir wandern weiter ansteigend auf dem Schiena-dell'asino-Rücken in Richtung des Kraters La Montagnola. Den 2.648m hohen Krater kann man per kleinem Abstecher besuchen. Es ist beeindruckend! Wir wandern weiter zum Aussichtspunkt und um den Cisternazza (2.564m). Der Ätna ist nördlich. Wir wandern gen Süden und nach gut 7,1km sind wir am höchsten Punkt der Runde auf rund 2.645m. Das nächste Highlight ist die Teilumrundung des Cratere Piano del Lago (2.672m). Wir gehen ein Stück wieder zurück mit Aussicht über diese bizarre Landschaft aus Asche und folgen dem GPS zum Montagnola zurück.
Absteigend gelangen wir zum Ausgangsort und waren auf dem Lavastein und Staub von rund 500.000 Jahren unterwegs. Vor dieser Zeit entstand der Ätna und ist der höchste aktive Vulkan Europas und UNESCO-Weltnaturerbe.
Bildnachweis: Von Ludvig14 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons