Wir tauchen ein in die Geschichte und vielleicht später noch ins Freibad beim Fischteich unterhalb der ältesten Burg im Burgenland in Güssing am Naturpark Weinidylle. Der dehnt sich ca. 20km lang im Osten der südburgenländischen Bezirke Güssing und Oberwart im unteren Pinka- und Stremtal aus. Die Sehenswürdigkeiten von Güssing reihen sich hier heute nur so aneinander.
Zur Burg Güssing auf einem erloschenen Vulkan führt sogar ein Schrägaufzug hinauf. Seit 1157 thront diese Wehranlage auf etwas über 300m. Da führt unser Weg hinauf, der vom Parkplatz an der Strem auf rund 211m bei der Festwiese startet. An der Festwiese ist der Austragungsort der Burgspiele Güssing mit dem Sommertheater. Die Tradition kann auf 500 Jahre zurückblicken. Wir blicken in Richtung Burg und lenken die Schritte dahin.
Dabei folgen wir dem Schild „Burgaufgang“, kommen zum Rathaus mit Info und durch den Torbogen die Treppe hinauf sowie auf einen gestalteten Platz. Wir halten uns leicht links und kommen zum Kastell Batthyány und dem Kastell Güssing schräg gegenüber. Batthány ist die ungarische Adelsfamilie, der die Burg ab ca. 1524 gehört. Das Schloss Batthyány entstand 1761, da die Burg etwas ungemütlich geworden war. Das Schloss – ungarisch als Kastell bezeichnet – wird noch immer von der Familie als Wohnsitz genutzt. Kastell Güssing aus dem 17. Jahrhundert gehört auch der Familie und wird als Wohn- und Büroimmobilie verwendet.
Ganz in der Nähe ist das Franziskanerkloster mit der Klosterkirche Güssing. Die Kloster- und Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung wurde zur Basilica minor erhoben. Die Klosteranlage war einst Teil der Stadtbefestigung. Auf dem Burgberg sind noch Reste des 1. Klosterbaus aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Das Kloster heute nebst Kirche stammen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Weiter geht’s zur Burg hinauf. Hier gibt es Aussichtsplattformen mit herrlichem Blick bis in die ungarische Tiefebene und eine Menge mehr zu sehen, inklusive Burgmuseum, Kapelle, Glockenturm oder der Kanonenkammern. Der Eintritt lohnt sich.
Gen Süden verlassen wir die Burg auf dem Vulkan und wandern zum Friedhof hinab. Dort ist die romanische Pfarrkirche des hl. Jakobus. Sie geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Von der B57 biegen wir nach rechts in die Teichgasse, sehen eine Vogelwarte mit Infos und wandern entlang zweier Gewässer. Es sind mehrere Fischteiche. Wir wandern einen etwas ausschweifenderen Bogen mit Rotkreuzberg-Straße und Flurgasse. Durchqueren Wiesen und Waldbestand Wir queren den Zickenbach südlich von Krottendorf. Hier ist das Freibad. Davor biegen wir nach links ein, queren die Badstraße und folgen nach rechts in den Weg biegend dem Zickenbach (rund 22km) durch die Flur. Er wie wir sind auf dem Weg zur Strem (ca. 56km). Die queren wir zweifach und sind am Ausgangsort angelangt.
Bildnachweis: Von Geza Batthyany [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons