Flåmsdalen-Tour: Von Myrdal entlang der Flåmsbahn zum Aurlandsfjord


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑638m  ↓1132m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Tal der Flåms (Flåmsdalen) ist rund 18 Kilometer lang und überwindet auf dieser Strecke über 860 Metern an Höhe. Hier zu wandern, ist einzigartig. Und dann auch noch vielseitig. Denn wir können für Auf- und Abstieg Wanderstiefel, Mountainbike oder die historische Flåmsbahn nutzen, sind also ziemlich flexibel.

Wir sind heute bequem und machen den Aufstieg mit der Flåmsbahn (Flåmsbana). Die startet in Flåm auf 2 Meter über dem Meeresspiegel und fährt dann mit Foto-Zwischenstopp am Wasserfall Kjosfossen hinauf nach Myrdal. Die Flåmsbahn wurde 1923-40 gebaut - man merkt, dass es etwas aufwändiger war, die Strecke in die Berge zu „zimmern“. Tipp: Im Sommer ist es meist voll, da hilft es, morgens die erste Bergfahrt der Flåmsbahn zu nutzen.

In Myrdal angekommen, könnten wir jetzt oben in den Bergen wandern, uns am Café Rallaren Fahrräder leihen und damit den Berg hinabfahren oder wie wir das machen jetzt von 866 Metern wieder hinab ans Meer wandern (wir erinnern uns, dass Fjorde Meeresarme sind und wir also - wenngleich weit im Landesinneren - am Ende unserer Tour wieder an der Nordsee sind).

Wir wandern vom Bahnhof aus los auf dem Rallervegen und wir tauchen sofort ein in die einzigartig Landschaft Nordwegens. Wir verlieren zügig Höhemeter. Wenn wir nach anderthalb Kilometern am Myrdalsberg (682m) sind, haben wir schon gut 130 Meter Höhe verloren. Der Bach zu unserer linken ist übrigens nicht die Flåms, sondern ein uns namentlich nicht weiter bekanntes Gewässer.

Hinter dem Myrdalsberg stößt von rechts die Flåmselvi hinzu. Sie ist der Namensgeber für Tal und die Bahnstrecke. Die Flåmselvi (im Oberlauf auch Moldåni genannt) ist insgesamt vierzig Kilometer lang. Wir folgen den unteren 20 Kilometern, genießen herrliche Bergpanoramen und die Pausen am Fluss. Es ist kurzweilig und überhaupt nicht anstrengend, weil wir auf gut ausgebauten Wegen unterwegs sind.

Am Ende mündet die Flåmselvi in den Aurlandsfjord. Der Aurlandsfjord wiederum ist ein Seitenarm des Sognefjords und der ist nicht nur der längste, sondern auch der tiefste Fjord der Welt. Wir kommen am Hafen von Flåms an und können nur hoffen, dass kein Kreuzfahrtpott angelegt hat. Denn ohne die Hundertschaften von Touristen ist es am Hafen richtig schön.

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