Durch den Eilandspolder ab Schermerhorn


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 10.98km
Gehzeit: 02:31h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Zwischen Alkmaar und dem Markermeer in Noord-Holland ist der Ort Schermerhorn und von dort ab erkunden wir einen Teil des Natura-2000-Gebiets Eilandspolder – im Land van Leeghwater. Es ist ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Wiesen- und Wasservögel. Auch die nordische Wühlmaus hat hier ein Habitat. Der alte Polder besteht aus Grasland mit zahlreichen Wasserkanälen. Der Torfuntergrund und die Flachwasserzonen sind bedeutsam für Sumpf- und Schilfbewohner.

Einst war diese Torfinsel von einigen Seen umgeben und wurde „Het Schermereiland“ genannt. Inzwischen ist das meiste Wasser weg und nur noch rund ¼ der Fläche des Schutzgebiets ist Wasser. Wir wandern ab Schermerhorn im Uhrzeigersinn und treffen in der zweiten Hälfte auf den Ort Grootschermer. Schermer war bis zur Eingemeindung 2015 nach Alkmaar einst eine eigene Gemeinde.

In Schermerhorn starten vom Parkplatz an der Oosterweidestraat und biegen in die Zwetstraat gen Süden ein. Wir kommen durch ein Wohngebiet, über die N243 und folgen in der Landschaft dem Groeneweg und dem Oostdijkje am Rand des Schutzgebietes, das sich zu unserer rechten Seite erstreckt. Der Kanal links heißt Beemsteringsvaart. Nach etwa 4km biegen wir rechts in den Kerkepad und wandern quer durch den Eilandspolder. Auch kleine Brückchen werden passiert. Nach rund 1,1km biegen wir nochmal nach rechts und wandern durch die Wiesen mit den Wassergräben nach Grootschermer, dessen Bebauung sich großteils an der gepflasterten Hauptstraße aufreiht.

Das schmucke Rathaus von Grootschermer mit Staffelgiebeln wurde 1639 errichtet. Gegenüber sind eine Skulptur und ein Pfad zum Friedhof mit der 1763 geweihten Kirche, die nur noch zu bestimmten Anlässen oder für Ausstellungen genutzt wird. Wir folgen der Straße Noordeinde durch den idyllischen Ort. Rechts treffen wir auf das Stichting-Museum Nic Jonk mit Bilderausstellung und Skulpturengarten, das sich, Stand 2026, in der Abwicklung befindet. Jonk, 1928 in Grootschermer geboren und 1994 in Alkmaar gestorben, ist bekannt für seine kurvenreichen und üppigen, figurativen Bronzeskulpturen, die Lebensfreude ausstrahlen – wir sind schon einer begegnet.

Aus dem Ort heraus wandern wir das Haviksdijkje und kommen zur bewohnten Mühle „De Havik“ aus dem 16. Jahrhundert. Der Kanal links von uns heißt Schermeringsvaart. Wir nähern uns Schermerhorn und der Blick fällt auf ein Ensemble mit drei Mühlen in einer Reihe. Die mittlere, Ondermolen D, ist als Museumsmühle eingerichtet (Eintritt/Öffnungszeiten). Einst standen dort 6 Mühlen. Im gesamten Schermer waren zwischen 1633 und 1635 52 Mühlen damit beschäftigt, das Wasser aus dem Schermer See zu pumpen. Wir kommen nicht ausgepumpt nach Schermerhorn und schauen uns dort noch um. Die spätgotische Kirche stammt beispielsweise aus dem Zeitalter der 52 Mühlen.

Bildnachweis: Von RomkeHoekstra [CC0] via Wikimedia Commons

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