Die Türkei - mehr als ein Strandparadies


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Ein Urlaub in der Türkei wird von den meisten Menschen mit herrlichen Stränden, milden Temperaturen und beeindruckenden historischen Sehenswürdigkeiten verbunden. Hinzukommt kommen das orientalische Flair und die Herzlichkeit der Gastgeber. Weniger bekannt ist das Landesinnere, in dem Aktivurlauber bemerkenswerte Landschaften entdecken können.

Aktive Erholung in einer abwechslungsreichen Umgebung

Das Land verfügt über eine Fläche von 800.000 Quadratkilometern und über acht verschiedene Klimazonen. Mächtige Gebirge, tiefe Canyons und Wälder ermöglichen die aktive Erkundung der Türkei. Reißende Wildflüsse animieren zum Rafting, während die bunten Riffe im Meer zum Tauchen animieren. Die schroffe Bergwelt lädt zu erlebnisreichen Bergtouren ein und auch an der Küste muss niemand nur faul in der Sonne liegen. Die Türkei ermöglicht unzählige Abenteuer, bei denen der Urlauber unvergessliche Eindrücke gewinnen.

Wanderer finden überall im Land die passenden Routen. Das Schöne ist, dass Aktivurlaub in der Türkei während des gesamten Jahres möglich ist. Auch in den klassischen Urlaubsregionen gibt es zahlreiche Angebote, sich aktiv zu betätigen. Ein Beispiel ist Antalya, das eine breite Palette an Aktivitäten anbietet. Nur 85 Kilometer entfernt befindet sich der Köprülü Canyon, der besonders Wildwassersportler anzieht.

Herrliche Wanderungen im Ferienparadies

In der Türkei gibt es einige Fernwanderwege, von denen der Lykische Weg der bekannteste ist. Er führt über gut 500 Kilometer von Fethiye nach Antalya und bietet fantastische Blicke auf das von den Klippen der Lykischen Küste. Auch Anfänger finden auf der Route passende Teilstücke. Sie sollten bei der Wahl ihrer Strecke einige wichtige Aspekte beachten. Gefährlich ist es, sich selbst zu überschätzen, denn eine Wanderung ist anspruchsvoller als ein Spaziergang im Park.

Der Weg erhält seine Faszination vor der traumhaften Kulisse. Während auf der einen Seite die Weiten des Meeres zum Träumen animieren, erhebt sich gegenüber das Taurus-Gebirge. Unterwegs treffen Wanderer auf archäologische Stätten, quirlige Küstenorte und verschlafene Bergdörfer.

Auf den Pfaden des Paulus

Eine Alternative ist der Paulusweg, der in Antalya startet und durch das Taurus-Gebirge ins anatolische Hochland führt. Eine Etappe führt zum schon erwähnten Köprülü Canyon. Die Infrastruktur ist nicht so gut ausgebaut wie auf dem Lykischen Weg. Dies sollte beim Packen des Wandergepäcks dringend berücksichtigt werden. Der Weg führt bis in 2.200 Meter Höhe. Nicht überall gibt es Hütten, sodass für Mehrtagestouren die Mitnahme eines Zeltes empfehlenswert ist.

Der Paulusweg ist sehr geschichtsträchtig. Es soll sich um den Weg handeln, den der Apostel für seine Missionsreise in Kleinasien nutzte. Der Endpunkt liegt im antiken Antiochia, das nahe der Kleinstadt Yalvaç zu finden ist.

Kultur auf dem Idyma-Trail erleben

Dieser Kulturweg ist mit 150 Kilometern und 10 Etappen kürzer als die anderen Routen. Ausgangspunkt ist Akyaka, das ehemalige Idyma, das schon vor 2.600 Jahren bewohnt wurde. Zum Teil führt der Weg entlang der Küste der Bucht von Gökova, an deren Eingang der beliebte Ferienort Bodrum liegt. Der Weg führt zu verschiedenen Canyons, durch herrliche Pinienwälder und vorbei an geheimnisvollen Höhlen. Zudem gibt es auf dem Weg zahlreiche Zeugnisse der Karer zu sehen, die hier vor rund 2.800 Jahren lebten. Am östlichen Rand von Akyaka befinden sich die Reste des antiken Idyma.

Fazit

Die Türkei bietet viele interessante Orte, um den Urlaub aktiv zu verbringen. Wanderungen führen über geschichtsträchtige Wege durch reizvolle Landschaften. Da können Wanderer viel Neues über ferne Kulturen lernen.

Bildnachweis: Von Igor Sporynin [Lizenz] via Unsplash


Dieser Artikel ist im Ressort Wanderziele erschienen.
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