Das Burgenland wird bisweilen als „Rotweinherz“ Österreichs beschrieben. Hier entstehen aufgrund des pannonischen Klimas kräftige, vollmundige Rotweine. In den warmen Sommern können die Trauben optimal reifen und es ist oft recht trocken. Luftfeuchtigkeit kommt dosiert vom Neusiedler See. Auch für die edelsüßen Beerenauslesen ist das Burgenland bekannt. Start der Wanderung in die „Weingebirge“ ist in Deutschkreutz. Das liegt südlich des Neusiedler Sees und an der Grenze zu Ungarn.
Wein-Wander-Liebhabern sei geraten, diese Runde zu wandern, wenn die Deutschkreutzer Weingartenwanderung mit zahlreichen Verkostungsstationen stattfindet. Das ist jährlich an einem Samstag im September, um den 12./13. Das erfährt man in der Touristik. Ein anderer Termin in Deutschkreutz zum Weinfeiern im „Blaufränkischland“ wäre das Rotweinfestival Mittelburgenland Mitte Juli. Wir starten bei der Gebietsvinothek Vinatrium an der Hauptstraße. An der ist auch die Pfarrkirche Deutschkreuz aus dem 18. Jahrhundert in der Ortsmitte. Wir wandern in die Gegenrichtung und biegen nach links in die Postgasse ein. Beim Kaiserin-Elisabeth-Denkmal am Kreisel öffnet sich die Runde und wir biegen in die Mühlallee ein. Nach rechts biegen wir in die Neubaugasse und gleich nach links in den Schlossweg.
Der führt uns zum Schloss Deutschkreutz. Das zeigt sich als prächtige Vierflügelanlage und Renaissanceschloss mit Arkaden und ist von einem Wald umstanden. Das Schloss geht auf eine mittelalterliche Burg des 15. Jahrhunderts zurück und wurde zur Schlossanlage. So wie es sich heute zeigt, entstand ab 1625. Es beherbergt das Lehmden-Museum. Der Künstler Anton Lehmden (1929-2018) war Mitbegründer der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“. Ihm gehörte das Schloss ab 1966. Das Museum ist nur mit Führung und Voranmeldung zu besichtigen.
Wir wandern am Schloss vorbei in die Kulturnatur und die Weinberge und kommen an der Christihimmelfahrt-Kapelle vorbei. Durch die Weinberge erreichen wir nach rund 5km den höchsten Punkt der Wanderung bei ca. 245m. Abwärts wandernd erreichen wir die Elisabethgasse, in die wir nach links einbiegen und zum Ausgangsort zurückkommen.
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