Beitrag erstellt 09.04.2010 - 08:21 von tomtom
Auf seiner zweiten Etappe führt der Westerwaldsteig vom Hessischen Westerwald auf den Hohen Westerwald und erreicht an der Fuchskaute den höchsten Punkt des Westerwalds: Auf 657m ü. NN.
Am Flugplatz auf der Hub vorbei verlassen wir Breitscheid und durchquerten die typische Kulturlandschaft des Hohen Westerwalds: Basalthochflächen mit Offenlandschaft und Windschutzhecken.
Diese Fichtenstreifen wurden als Windschutzhecken auf Betreiben des ehemaligen Regierungsrats Dr. Wilhelm Albrecht im 19. Jahrhundert angelegt. Danach war es erstmals möglich, auf den Höhenzügen des Westerwalds einträgliche Landwirtschaftserträge zu erzielen. In Emmerichenhain bei Rennerod wurde dem „Retter des Westerwalds“ 1879 ein Denkmal gesetzt.
Entlang der Schutzhecken geht es über den Bartenstein zum Heisterberger Weiher in der Gemeinde Driedorf. Der Heisterberger Weiher wird vom Rehbach gespeist, der bei Herborn der Dill zufließt. Der Heisterberg Weiher ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Eine zusätzliche Umrundung des Heisterberger Weihers verlängert die Westerwaldsteig-Etappe um 1,4km.
Vom Heisterberger Weiher führt der Westerwaldsteig dann hinauf zur Fuchskaute, dem höchsten Berg im Westerwald. Der Name bezieht sich auf den Fuchs, der hier seine Kaute (Höhle) hat. Am Osthang der Fuchskaute verläuft die Landesgrenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Naturschutzgebiet rund um die Fuchskaute leben über 300 Blütenpflanzen und Bäume, 300 Schmetterlingsarten und fast 50 verschiedene Vögel.
Der Ausblick von der Fuchskaute zeigt eine heute typische Kulturlandschaft mit zahlreichen Windrädern, die die kostenfreie Energie des über die Höhen pfeifenden Westerwaldwindes nutzen. In Willingen, dem Ort am Hang der Fuchskaute, entspringt übrigens die Große Nister, die den weiteren Verlauf des Westerwaldsteigs in die Kroppacher Schweiz prägen wird.
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