Westerwaldsteig Etappe 7 Nistertal - Bad Marienberg
Die kürzeste Tagestour auf dem Westerwaldsteig ist Etappe 7 mit guten sieben Kilometern. Der kurze Weg bietet genug Zeit, um am Ziel der Wanderung in Bad Marienberg den Kurort im Hohen Westerwald zu erkunden.
Startpunkt der Route ist Nistertal. Durch einen dichten Buchenwald geht es auf schmalen Pfaden entlang der Nister, bis man die mächtigen Pfeiler der Brücke auf der Eisenbahnlinie von Bad Marienberg nach Fehl-Ritzhausen trifft. Wenig später erreicht man Langenbach, ein Ort, der bereits zu Bad Marienberg gehört.
In Langenbach mündet die Schwarze Nister in die Nister. Die Schware Nister entspringt am Stegskopf und durchfließt später Nisterau. Hier liegt die Ursache, warum dieser Nisterzulauf den Namen ";schwarz"; erhielt. In Nisterau durchfließt der Bach einen Braunkohleflöz und färbt sich dunkel ein. Braunkohle wurde in Nisterau übrigens bereits 1746 abgebaut. Damals war Braunkohle noch so unbekannt, dass Gesteinsproben aus Nisterau bis nach Paris und Berlin zur Untersuchung geschickt worden sind.
In Bad Marienberg angekomen, passiert man noch auf dem Westerwaldsteig den Kurpark der Stadt. Bad Marienberg ist seit 1936 Höhenluftkurort und seit 1961 auch einer von rund 60 Kneipp-Kurtorten in Deutschland. Der Kurpark hat einen alten und einen neuen Teil, der durch die Wilhelmstraße - der Flaniermeile in Bad Marienberg - getrennt wird.
Im neuen Teil des Kurparks, der Bornwiese, befindet sich der Apothekergarten.Die Anlage ist in Form eines Klostergartens bepflanzt und beheimatet über hundert verschiedene Pflanzensorten u.a. auch Königskerze und echten Lavendel. Am Eingang des Apothekergartens wurde eine so genannte Baumelbank aufgestellt. Sie ist so hoch, dass die Füße nicht die Erde berühren. Das entlastet die Gelenke nach einer längeren Wanderung durch den Westerwald.
Seit einiger Zeit ist der Apothekergarten um einen Barfußweg der Sinne ergänzt worden. Der Rundgang führt über 18 Felder mit unterschiedlichen Bodenbelägen, z.B. Flusskiesel, Basaltsand oder Tannenzapfen. Das soll anregend sein und auch noch Spaß machen. Nach der 18. Station wartet ein Lehmtretbecken auf den ermüdeten Wanderer, das allerdings nur bei gutem Wetter zugänglich ist.
Wer noch weiter wandern möchte, dem sei ein Abstecher von Bad Marienberg in die Bacher Lay und zum Pfaffenmal empfohlen. Dieser ehemalige Steinbruch ist heute ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet und befindet sich etwa drei Kilometer entfernt von Bad Marienberg.
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