Rennerod

Beitrag erstellt 05.05.2009 - 18:13 von tomtom

Rathaus in Rennerod hoher WesterwaldRennerod war bis zur Wiedervereinigung 1990 der geographische Mittelpunkt der Bundesrepublik und ist heute noch das Zentrum des Hohen Westerwalds. Im Gebiet der Verbandsgemeinde liegen mit der Fuchskaute (657m) und dem Salzburger Kopf (653m) zwei der drei höchsten Berge des Westerwalds.

Die St. Hubertuskirche in Rennerod im hohen WesterwaldIm Schnittpunkt der beiden Westerwald-Straßen B 255 (Ost-West) und B 54 (Nord-Süd) gelegen, ist Rennerod der Sitz der 23 Ortsgemeinden umfassenden Verbandsgemeinde Rennerod. Über 250km ausgeschilderte Wanderwege, DNV-geprüfte Nordic Walking Strecken und zahlreiche Naturattraktionen warten darauf, entdeckt zu werden.
 
Seit 1971 hat Rennerod Stadtrechte, aber die erste urkundliche Erwähnung datiert bereits aus dem 14. Jahrhundert. 1362 wurde in Rennerod die St. Hubertuskirche als Kapelle zu Ehren von St. Maria von Hubrecht (Hubertus) errichtet.
 
Evangelische Kirche in Rennerod Emmerichenhain im hohen WesterwaldZur Stadt Rennerod gehört seit 1969 auch der Ort Emmerichenhain. Wahrzeichen von Emmerichenhain ist die evangelische Kirche mit ihrem markanten Haubenturm. Sie ist im Sommer Schauplatz des Westerwälder Motorradgottesdienstes, zu dem traditionell rund tausend Biker kommen.
 
Wilhelm-Albrecht-Denkmal in Rennrod Emmerichenhain im hohen WesterwaldAm Ortsrand in Richtung Rennerod steht direkt an der Hauptstraße ein Denkmal zu Ehren des ehemaligen Regierungsrates Dr. Wilhelm Albrecht. Gebürtig in Rothenburg ob der Tauber studierte Albrecht Land- und Forstwirtschaft und nahm 1817 das Angebot der Regierung des Herzogtums Nassau an, in Idstein im Taunus ein landwirtschaftliches Institut zu gründen. Aufgabe des Instituts war die Modernisierung der Landwirtschaft. Wilhelm Albrecht erkannte schnell als eine Ursache für die geringen Ernteerträge im Westerwald den Wind, welcher über die damals kahlen Hochflächen und die Bodenkrume forttrug. Zum Schutz der Ackerflächen vor dem Wind ließ er die so genannten Schutzhecken (Streifen aus Fichtenanpflanzungen) anlegen, die vereinzelt noch heute in der Landschaft zu sehen sind. Das Denkmal in Emmerichenhain wurde 1879 erbaut und erinnert an den „Retter des Westerwalds“.

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