Plackweg (X 1)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 142 km
Gehzeit o. Pause: 1 Tag 11 Stunden 44 Min.
Höchster Punkt: 590 m
Tiefster Punkt: 127 m
Plackweg SGV Hauptwanderweg 1

Landgasthof Rüppel
Landgasthof Rüppel

Der Westfale neigt dazu, schweigsam zu sein. Und was soll man tun, wenn man nicht viel spricht? Arbeiten. Schaffen. Placken. Kein Wunder, dass der erste Hauptwanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) den bezeichnenden Namen Plackweg trägt. Wobei ganz ehrlich gesagt der Name Plackweg nicht dem Arbeitsethos der Westfalen Tribut zollt, sondern der Name einer historischen Handelsstraße ist, die am Nordrand des Sauerlands liegt und sogar schon von den alten Römern genutzt worden sein soll.

Die alten Römer kannten das Wort placken aber noch nicht, weshalb der Name erst später kam und dann auch nicht nur den Weg, sondern vor allem den Höhenzug, über den er führt, bezeichnete: die Plackweghöhe. Sie ist der nördliche Abschluss des Sauerlands und führt im Kernstück durch den Arnsberger Wald. Als Wanderweg hat man die Plackerei allerdings etwas verlängert und startet in Hagen, dem Tor vom Ruhrgebiet ins Sauerland.

Ab Hagen leitet der Plackweg über Schloss Hohenlimburg und Burg Altena westwärts und passiert das Hönnetal, eines der bekanntesten Karstgebiete Deutschlands mit vielen Höhlen und zerklüfteten Felswänden. Vom Hönnetal geht es über Kloster Oelinghausen und das Edgar-Wallace-Schloss Herdringen nach Arnsberg an den Westrand der Plackweghöhe.

Ab Arnsberg geht es weiter auf dem historischen Plackweg durch den Naturpark Arnsberger Wald. Hier kann man sich frei atmen und ist über lange Strecken fernab jeglicher Zivilisation. Am Lörmecke-Turm vorbei geht es nach Brilon, eine alte Hansestadt, die heute als Startpunkt der Rothaarsteigs Wanderern von nah und fern ein Begriff ist. Von Brilon schließlich führt der Plackweg über die Briloner Hochfläche zum Diemelsee im Waldecker Land.

Auf dieser Seite bieten wir den gesamten Wegeverlauf des Plackwegs kostenfrei als GPS-Track für Navigationsgeräte (*.gpx) oder Karten-Anwendungen wie GoogleMaps und GoogleEarth (*.kml). Die sechs Tagesetappen auf dem Plackweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) werden jeweils auf eigenen Seiten im Detail beschrieben. Auf diesen Seiten lassen sich dann auch die einzelnen Etappen als GPS-Tracks für mobile GPS-Empfänger speichern.


Plackweg Etappe 1 von Hagen nach Altena
(Länge: 22km, Höhenmeter: 922m)
Wanderatlas-Empfehlung: Hoch über dem Lennetal bietet Schloss Hohenlimburg, die frühere Residenz der eigenständigen Grafschaft Limburg, nicht nur einen schönen Blick ins Land. Auf Schloss Hohenlimburg gibt es auch zwei interessante Museen.


Plackweg Etappe 2 von Altena ins Hönnetal
(Länge: 28km, Höhenmeter: 1.104m)
Wanderatlas-Empfehlung: Gleich zu Beginn der Wanderung geht es hinauf zur Burg Altena, eine der ältesten erhaltenen Höhenburgen Deutschlands. Auf Burg Altena wurde 1914 die weltweit erste Jugendherberge eröffnet, woran heute das Weltjugendherbergsmuseum erinnert. Später passiert man den Quitmannsturm auf dem Kohlberg (514m) mit Möglichkeit zur erhöhten Aussicht über das Lennebergland.


Plackweg Etappe 3 vom Hönnetal nach Arnsberg
(Länge: 27km, Höhenmeter: 835m)
Wanderatlas-Empfehlung: Im wildromantischen Hönnetal passiert der Plackweg bei Binolen die Reckenhöhle, sicherlich eine der bekanntesten Höhlen im Hönnetal. Zahlreiche Fossilien – darunter das Skelett eines Höhlenbären – wurden in der Tropfsteinhöhle gefunden, die auf 300m Länge als Schauhöhle ausgebaut ist.


Plackweg Etappe 4 von Arnsberg nach Hirschberg
(Länge: 21km, Höhenmeter: 643m)
Wanderatlas-Empfehlung: Bevor es auf dem historischen Plackweg in den Arnsberger Wald geht, wandert man durch die Altstadt von Arnsberg, kurkölnische Hauptstadt des Herzogtums Westfalen. Hier kann man sich im Sauerlandmuseum über die Geschichte von Land und Leuten informieren und von den Ruinen des Schlosses Arnsberg den Blick ins Ruhrtal genießen.


Plackweg Etappe 5 von Hirschberg nach Brilon
(Länge: 28km, Höhenmeter: 664m)
Wanderatlas-Empfehlung: Einer der schönsten Aussichtstürme des Sauerlands wird auf dieser Etappe erreicht: Der 35m hohe Lörmecke-Turm. Vom Lörmecke-Turm genießt man hoch über dem Arnsberger Wald den Panoramablick über Haarstrang, Westfälische Bucht, Teutoburger Wald, Eggegebirge, Hochsauerland und das Lennebergland.


Plackweg Etappe 6 von Brilon zum Diemelsee
(Länge: 17km, Höhenmeter: 470m)
Wanderatlas-Empfehlung: Am Ziel kann man sich am Diemelsee erholen. Der 165ha große See liegt malerisch eingebettet in eine Gebirgslandschaft und ist beliebtes Urlaubs- und Ausflugsziel speziell für Wanderer, die rund um den See und ins benachbarte Upland marschieren können.


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