Weyer (Loreley)

Wer auf einem der zahlreichen Wanderwege an Weyer vorbei wandert und dabei den herrlichen Blick über das Mittelrheintal in den Hunsrück hinein genießt, darf sich nicht wundern, wenn er plötzlich einer Schar ungewöhnlicher Tiere mit langen Hälsen und auffallendem Gefieder gegenübersteht: In Weyer gibt es eine Straußenfarm. Bei Voranmeldung ist sogar eine Führung möglich, um die in unseren Breitengraden nicht gerade alltäglichen Tiere kennen zu lernen.

Die zweite große Besonderheit des Ortes liegt an der westlichen Gemarkungsgrenze von Weyer: Das Naturschutzgebiet Reichelsteiner Bachtal, das sich auf knapp 70qkm am Wellmicher Bach entlang über die Gemarkungen von Dahlheim, Eschbach, Gemmerich und Weyer erstreckt. Neben einem großen Artenreichtum an Fledermäusen sind hier auch Steinkauz, Laubfrosch und Hirschkäfer anzutreffen.

Neben einer Anzahl von denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert ist insbesondere die evangelische Pfarrkirche in der Langgasse von Weyer zu erwähnen, ein barocker Saalbau aus dem Jahr 1744. Das dazugehörige evangelische Pfarrhaus, ein klassizistischer Walmdachbau, der zwischen 1830 und 1840 entstand, liegt in der Rheinstraße. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

Vermutlich wurde Weyer bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt. Im Gemeindewald wurden die Überreste von zwei keltischen Hügelgräbern entdeckt, die auf das erste Jahrtausend v.Chr. datiert wurden. Auch der Ortsname lässt sich auf keltische Wurzeln zurückführen.

Zum bewerten Mauszeiger über die Sterne bewegen
Aktuelle Bewertungen (8):