Teisenkopf und Mattenweiher: Rundwanderung ab Schiltach


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Länge: 13.55km
Gehzeit: 04:00h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Schiltach im Schwarzwald feiert sich als Stadt des Fachwerks, der Flößer und der Gerber. Das -ach im Namen macht es ja schon deutlich: Wasser ist hier von Bedeutung, ob für den Warentransport oder das Gerben von Tierhäuten. Die Schiltach mündet nach ca. 30km langem Lauf in Schiltach in die Kinzig. Flussmündungen per se sind ja schon ein Grund, diese richtig schön zur Geltung zu bringen. Das haben die Schiltacher schon mal schön gemacht.

Wir starten am Bahnhof der Kinzigtalbahn in Schiltach und gehen Richtung Stadtmitte, deren Erkundung wir uns für die Rückkehr aufheben. In Bahnhofsnähe fällt uns ein Unternehmen auf, dass uns auf den Gedanken bringt, dass in vielen Häusern Wasser durch ein Stück Schiltach fließt: Hansgrohe mit den Badarmaturen hat hier seinen Sitz, Präsentationsräume und ein Museum, dass sich mit Badekultur befasst.

Uns treibt es nun in die grünen Höhen, bis auf 765m, die wir nach rund 5,3km erreichen wollen. Dabei können wir uns das schmucke Städtchen im Kinzig- und Schiltachtal von oben beschauen. Wir mäandern zickzack und in Schwüngen durch den Wald hinauf, über den Hüberleskopf (614m) und zum Teisenkopf mit dem 7m messenden Teisenkopfturm.

Der Teisenkopfturm steht auf einem vorspringenden Bergsporn, überragt kaum die Baumkronen. Aussichten sind trotzdem drin: auf den Mittleren Schwarzwald rund um das Kinzigtal. Gen Süden ist der Jehleskopf sowie die Berge um den Mooswaldkopf, man erblickt Rodungsinseln mit Höfen, oder die Berglandschaft bei Sankt Roman beim Blick in Richtung Nordwesten. Im Turm-Gästebuch kann man lesen, dass 2014 Ministerpräsident Kretschmann mit Gattin da war.

Der Nordbogen dieser Runde führt uns am Kohlbrunnen mit Wasser und Rastmöglichkeit vorbei. Abwärts geht’s zur Lichtung mit dem Mattenweiher und „em Hans sei Hütte“. Man trifft hier übrigens auch auf Wanderer der Runde vom Kloster Wittichen zum Teisenkopfturm.

Wir wandern jetzt ein Stück mit Straße zu den Hofanlagen: Johannesharderhof, Bascheshof, dann per Weg durch Wald nach Oberhalden und weiter durch den Mischwald an die Kinzig. Davor treffen wir auf die Kinzigtalbahn und die Bundesstraße. In einem Kinzig-Knie ist die Ruine der Schenkenburg bei Schenkenzell. Stammt wohl aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, schützte das Bergbaurevier und hat einige Federn gelassen. Reste von Palas und Bergfried trotzen dem Verfall.

Das Stück bis zur Bahn gehen wir wieder zurück, biegen nach dem Gleis nach links und gelangen zur Straße Untere Halde. Mit der Kinzig zur Linken wandern wir nach Schiltach und tauchen in dessen Historie ein. Genauso stellt man sich ein Schwarzwälder Fachwerkdorf vor! Rund um den Marktplatz drängeln sich die Sehenswürdigkeiten: Museum am Markt, Apothekenmuseum, Rathaus.

Es wundert kaum, dass dieser Marktplatz schon in der Schwarzwaldklinik vorkam. Die evangelische Stadtkirche Schiltach ist recht groß ausgefallen und nicht so alt wie der Markt. Der gotische Vorgängerbau war abgebrannt, sodass man 1843 diese Kirche bezog. Wir verbummeln uns ein Weilchen in der heimeligen Kulisse an Schiltach und Kinzig mit dem Schüttesäge-Museum. Zum Ausgangsort ist es nicht mehr weit.

Bildnachweis: Von Baumschlumpf [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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