Staatsbad Bad Ems

Das Staatsbad Bad Ems verwaltet und organisiert den Bäderbetrieb in der Lahnstadt. Dazu zählt der Betrieb der Kurhalle mit Marmorsaal, Theater und Kurorchester, der Kurpark, die Thermal-Heilquellen, die Kurwaldbahn und die Emser Therme, eine großzügige Bade- und Wellnesslandschaft.

Hinsichtlich der Heilquellen ist natürlich vor allem die Brunnenhalle zu erwähnen. Sie liegt in der mondänen Römerstraße mit ihren vielen Hotelbauten aus dem 19. Jahrhundert. So hatten es die Herbergsgäste nicht weit zur Halle, in der drei Quellen entspringen: der Kesselbrunnen, der Kaiserbrunnen und das Emser Kränchen. Mit dem typischen Emser Trinkglas in der Hand kann man Schluck für Schluck etwas für sein Wohlbefinden tun.

Auf selber Höhe ragt auf der anderen Lahnseite in der Wilhelmstraße der Quellenturm 40m in die Höhe. Er wurde 1907 als Pump- und Speicheranlage für das das Emser Wasser errichtet und ist heute so etwas wie das Wahrzeichen von Bad Ems.

Geht man von der Brunnenhalle lahnabwärts, erreicht man die Talstation der Kurwaldbahn. Die vollautomatisch gesteuerte Standseilbahn wurde 1979 in Betrieb genommen, um Kurgäste zur Bismarckhöhe zu bringen. Hier oben hoch über der Lahn liegt ein Kurgebiet mit Hotelanlage und dem Aussichtspunkt Bismarckturm (213m) mit sehr schönem Talblick auf Bad Ems. Die volkstümlich auch als Asthmarutsche bezeichnete Kurwaldbahn legt auf einer Strecke von 220m einen Höhenunterschied von 132m (78% Steigung!) zurück. Pro Jahr werden mit Tempo 14km/h und im Siebenminutentakt 100.000 Gäste befördert.

Aber nicht nur der Bismarckturm lockt den Kurgast aus der schönen Innenstadt: Da Bewegung der Wassertherapie sehr zuträglich ist, gibt es viele Ziele in direkter Stadtnähe, die zu Fuß angesteuert werden können. Besonders beliebt ist auf der Taunusseite der Römer-Turm am Wintersberg. Auf den Grundmauern eines echten Wachturms am Limes wurde hier 1874 die erste Rekonstruktion eines Römer-Turms in Deutschland errichtet. Ebenfalls auf der Lahnseite liegt die Bergstation der früheren Malbergbahn – die älteste und steilste Zahnradbahn Deutschlands. An der Bergstation – die man jetzt zu Fuß erreichen muss – steht ein Aussichtsturm mit sehr gutem Blick.

Auf der Westerwaldseite lockt der Concordia-Turm (265m). Er liegt steil über der Bäderlei und eröffnet eine gute Panoramasicht auf das Kurzentrum von Bad Ems. Auf dem Weg zum Condordia-Turm kommt man an den Heinzelmannshöhlen vorbei, die unterhalb des Concordia-Turms liegen. Hierbei handelt es sich um durch Auswaschung entstandene Schieferhöhlen, in denen der Sage nach die Heinzelmännchen wohnten und den reichen Emser Bürgern nachts die Arbeit erledigten.

Zurück in der Stadt lohnt ein Abstecher in der Emser Therme zur Entspannung und Revitalisierung. Das Wasser der Therme kommt vom Robert-Kampe-Brunnen, der aus einer Tiefe von 73m artesisch (selbstständig) mit einer bis zu 6m hohen Fontäne aufsteigt. Das Wasser wird dann weitergeleitet – mit einem Rohr zur Emser Therme, mit einem anderen zur Produktionsanlage der Emser Pastillen. D.h. wer in der Emser Therme schwimmt, badet in Gesundheit pur. Neben dem guten Wasser verfügt die Emser Therme natürlich auch über die heute notwendigen Wellness-Angebote: Von Aqua-Jogging bis zur Skigymnastik unter Wasser.

A pro pos Sport und Gesundheit: Wer des vielen Wassers überdrüssig ist, sehnt sich nach Grün. So dachte sich das wahrscheinlich auch das Staatbad Bad Ems, als sie 1938 den Betrieb des bereits zehn Jahr vorher angelegten Golfplatzes auf der Denzerheide übernahm und direkt im Folgejahr die German Open ausrichtete. Seit 1961 ist die 18-Loch-Meisterschaftsanlage an den mittelrheinischen Golfclub Bad Ems verpachtet.

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