Rinsdorf

Rinsdorf ist mit unter 1.000 Einwohnern der kleinste Ortsteil Wilnsdorfs. Im Süden des Ortes dominiert die Große Rausche (437m) das Landschaftsbild.

Der Ortskern ist von alten Fachwerkhäusern geprägt. Den Mittelpunkt bildet die Rinsdorfer Heimatstube. Im Jahr 1791 als Kapellenschule erbaut, diente sie bis weit in die 1950er Jahre als Unterrichtsgebäude. Seit 1971 beherbergt die Heimatstube ein Kaleidoskop aus unterschiedlichen Exponaten, die das Leben in der Region in den vergangenen Jahrhunderten illustrieren. Grubenlampen und Mineralien, Küchengerätschaften und landwirtschaftliche Werkzeuge, Flachsverarbeitung und Leinenweberei sind nur einige der behandelten Themen.

Ganz in der Nähe ist im Bürgerhaus die alte Feuerwehrspritze zu sehen, die aus dem Jahr 1793 stammt und vom Heimatverein liebevoll restauriert wurde.

Wer Rinsdorf in Richtung Wilnsdorf verlässt, findet rechts von der Straße, ganz in der Nähe der Autobahnbrücke, eine Besonderheit des Siegerlands. Nicht nur für die Wälder erfanden die Siegerländer eine nachhaltige Bewirtschaftungsmethode, den Hauberg. Auch mit Wiesen kannten sie sich aus. Denn Wiesenflächen waren rar, und sie mussten bestmöglich genutzt werden, um das Vieh mit ausreichend Heu über den Winter bringen zu können.

Die Lösung war die Siegerländer Rieselwiese. Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem steigerte die Erträge der Heuwiesen um gut dreißig Prozent. Schon 1534 wird diese Form der künstlichen Wiesenbewässerung in einem Dokument erwähnt. Eine Schautafel am Rand der Siegerländer Rieselwiese bei Rinsdorf informiert über die Details der Methode.

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