Herveler Kopf

Landgasthof Rüppel
Landgasthof Rüppel

Der Herveler Kopf (548m) südlich von Herscheid ist vom Ebbekamm durch das obere Oestertal getrennt und bildet gemeinsam mit dem Nümmert (585m) ein Art Miniatur-Wasserscheide: In Richtung Osten fließt die Oester zur Lenne hin, zum Westen ist es der Herveler Bach, ein kleinerer Zufluss der Verse. Diese mündet freilich ihrerseits auch letztlich in die Lenne. Dennoch stellt der Herveler Kopf eine markante Erhebung gegenüber der Nordhelle (663m) dar, die zwei Täler deutlich voneinander trennt. Auf beiden Seiten gibt es auch jeweils Interessantes zu entdecken. Beginnen wir mit dem Osten.

Hier liegt direkt südlich des Hauptortes Herscheid der kleine Ortsteil Reblin. Bemerkenswert sind an diesem Örtchen vor allem die Spuren des Bergbaus, die hier zu sehen sind. Die Rebliner Pingen sind grabenförmige Vertiefungen im Erdboden. Sie sind die heute noch sichtbaren Reste des oberflächennahen Abbaus von Erzen in frühindustrieller Zeit.

Auf der Westseite des Herveler Kopfes liegt der gleichnamige Ort Hervel, der ebenfalls zu Herscheid gehört. Ganz in der Nähe lockt der Märzenbecherbruch jedes Jahr im Frühling zahlreiche Naturliebhaber an. Der Märzenbecher, auch Frühlings-Knotenblume oder Großes Schneeglöckchen genannt, gehört mit seinen glöckchenförmigen weißen Blüten zu den ganz früh blühenden Pflanzen. Je nach Standort und Witterung kann es schon im Februar losgehen. Normalerweise stehen die Märzenbecher in kleineren Grüppchen beisammen - eine größere Ansammlung wie hier im Märzenbecherbruch ist eher selten zu finden.

Da der Frühlingsblüher nicht mehr an vielen Orten heimisch ist, ist der Anblick zur Blütezeit ein ganz besonderes Erlebnis. Aber Achtung: Die ganze Pflanze ist zwar hübsch, aber auch giftig. Noch ein ganz praktischer Grund, die Finger von der streng geschützten Pflanze zu lassen!

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