Birkenfeld (Nahe)


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In Birkenfeld residierte einst blaues Blut. Pfalzgraf Karl I., Stammvater des später gegründeten Königreichs Bayern, machte Birkenfeld zu seiner Residenz. Und bis heute kann man ein Stück vom einstigen Glanz und Gloria immer noch in Birkenfeld sehen und begehen.

Aus der mittelalterlichen Burg Birkenfeld entwickelte sich ein Schloss im Renaissancestil, als Karl I. 1584 Birkenfeld zum seinem Regierungssitz machte. Von den Franzosen wurde Burg Birkenfeld auf Abbruch veräußert. Daher sind von der einst mächtigen Burganlage nur noch Reste zu sehen, die komplett als Denkmalzone ausgewiesen sind.

In besserem Zustand ist Schloss Birkenfeld, gerne auch das Neue Schloss genannt. Es wurde 1819-21 erbaut, als der Großherzog von Oldenburg von Preußen mit dem Fürstentum Birkenfeld für die Unterstützung in den Befreiungskriegen belohnt wurde. Der siebenachsige Bau mit einem dreiachsigen Mittelrisalit hat zwei Geschosse um einen offenen Ehrenhof, einen hübschen Brunnen gibt es natürlich auch sowie einen kleinen Schlosspark. Im Schloss Birkenfeld residiert heute der Landrat.

Aus der Oldenburger Zeit stammt auch die Oldenburgische Kaserne, ein neunachsiger klassizistischer Putzbau von 1841. Nachdem das Militär wieder ausgezogen war, wurde in der Oldenburgischen Kaserne 1871 das erste Birkenfelder Gymnasium eingerichtet, weshalb man das Bauwerk auch unter dem Namen Altes Gymnasium kennt.

Ein direkter Nachbar ist das oldenburgische Behördenhaus aus dem Jahr 1912 mit einem dreigeschossigen Mittelrisalit unterm klassizistischen Giebel. Hier ist heute die Kreisverwaltung untergebracht. In einem ähnlichen Stil wurde das Pirmannsche Haus 1859 erbaut.

Ebenfalls in der Schneewiesenstraße steht die katholische Pfarrkirche St. Jacobus aus den Jahren 1888-90. Die neugotische Hallenkirche ist aus Gelbsandstein gemauert.

Die evangelische Kirche in Birkenfeld ist älter und steht am Kirchplatz. Der barocke Saalbau stammt aus der Zeit 1750-56. Der Westturm allerdings ist neuromanisch und wurde 1896 errichtet. Den Platz prägt zudem das neunachsige neubarocke große Gebäude, das unter dem Mansarddach und in den zwei Geschossen die evangelische und katholische Volksschule beherbergte.

Das älteste Haus in Birkenfeld steht in der Straße Auf dem Römer. Das Kußlersche Haus ist ein Eckwohnhaus, verputzt und man sieht im erst mal die 425 Jahre gar nicht an, so frisch steht es da. Es erfuhr Veränderungen im 19. Jahrhundert. Im Rundbogen über der Tür ist das Jahr 1590 zu lesen.

Noch ein altes Schätzchen ist die Feckweiler Ölmühle am Bußbach. Sie wurde erstmals 1580 erwähnt. Zunächst war sie Getreidemühle und vor 250 Jahren wurde sie zur Ölmühle umgerüstet und Raps gepresst. Bis 1950 war sie in Betrieb und wäre fast verfallen. Zum Glück wurde sie gerettet und man kann das technische Kulturdenkmal nach Vereinbarung besichtigen.

Nördlich von Birkenfeld liegt der kleine Tierpark Birkenfeld mit Freigehegen wo gemeckert werden darf, zumindest wenn man Ziege ist. Rehe, Eulen, Fasane und weiteres Federvieh wartet hier auf Futter.

Der Ortsname Birkenfeld lässt sich leicht herleiten: Feld mit den Birken. Viele Birken gibt es heute noch im Naturschutzgebiet Birkenfelder Tongruben im Südwesten des Stadtgebiets, hinter dem DRK-Elisabeth-Krankenhaus


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