Zugspitzland: Übers Gschwandt auf den Wank und über die Esterbergalm und die Gamshütte wieder zurück


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 23 km
Gehzeit o. Pause: 9 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑1568m  ↓1568m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten unsere Wanderung in der Badgasse in Partenkirchen. Warum in der Badgasse? Weil wir hier bei der Familie Leitenbauer ein schönes Zuhause für unsere zwei Wochen Ferien gefunden haben. Alsdann: Erst geht es ein Stück der Kanga entlang, einem kleinen Bach, den wir vor ein paar Jahren schon einmal als wilden Strom erlebt haben.

Dann führt uns der Hammerschmiedweg (finden wir lustig, weil unser Hausherr Schmiedemeister ist und auch eine Schmiede betreibt, also quasi der Hammerschmied von Partenkirchen ist) links weg, vorbei am Mercure-Hotel, und bei Flo´s sehenswerter Garage (die an das Amerika der Fünfziger-/Sechzigerjahre erinnert) über die hier etwas weniger befahrene Mittenwalder Straße hinweg.

Am Beginn der Ludwigstraße geht es dann rechts hoch in die Dr. Wigger-Straße, die wir bei der 1565 erbauten Gsteig-Kapelle aber gleich wieder verlassen. Nun geht es auf einem schmalen Wanderweg bergauf. Wir gewinnen schnell an Höhe, dann geht es nahezu eben dahin bis zur Schönen Aussicht.

Wieder werden ein paar Höhenmeter genommen, dann geht es rechts ab Richtung Schlattan zur Pfeifferalm, die wir auch bald erreichen. Eine Anliegerstraße führt uns nun wieder bergab Richtung Höfle, vorbei an Viehweiden erreichen wir bald den Aufstieg auf Schotterstraße ins Gschwandt zum Gschwandtnerbauern und werden oben von ein paar Kühen als Empfangskomitee erwartet. Dort kehren wir ein, das Essen ist prima (Kalbsrahmbraten bzw. Rindfleisch mit Meerrettichsoße, jeweils mit Kartoffeln und Salat) und zum Nachtisch gibt es auch gleich Kaffee und Kuchen – zumeist steht auch frischer Strudel auf der schwarzen Speisetafel.

Nach der mittäglichen Stärkung geht es steil bergan: Der Wank ruft. Gleich hinter dem Gschwandt geht es auf schmalem Pfad hinauf. Immer in Serpentinen, immer weiter hinauf. Bis auf gut 1.400 Meter NN, dann teilt sich der Weg. Rechts zur Esterbergalm, links hinauf zum Rosswank. Weitere Höhenmeter wollen nun wieder in Serpentinen genommen werden, dann sind wir endlich über den vorgelagerten Rosswank auf dem Wank oben. Erst die Sonnenalm mit der Wankbahn-Bergstation, dann das Wankhaus. Wenn Einkehr, dann unbedingt hier.

Weiter geht es mit einer Runde über den Ameisberg, dann geht es, wieder in Serpentinen, hinab zur Esterbergalm. Dort ist eine Einkehr Pflicht, berühmt ist vor allem der Kaiserschmarrn. Allerdings sollte man dort vor 15 Uhr sein, danach ist die Warmküche geschlossen. Im Bereich der 1408 erstmals urkundlich erwähnten Esterbergalm war und ist heute noch Weidegebiet. Lohnend ist auch ein kleiner Abstecher in den Kaltwassergraben.

Dann geht es aber doch an den weiteren Abstieg. Zunächst geht es noch recht eben dahin, mitten durch die tolle Gebirgswelt. Dann beginnt langsam das Gefälle. Noch kann man parallel zur Forststraße auf Grasboden gehen, bald wird die Straße mit ihrem doch harten Belag aber Pflicht. Wir erreichen bald die Daxkapelle, die einen Blick lohnt. Auch der Ausblick ins Tal ist es wert, genossen zu werden. Dann geht es aber links weg, wir gewinnen wieder ein paar Höhenmeter. Es geht zur Eckenhütte hinauf. Offenes Land dort, weite Blicke ins Karwendel und Wettersteingebirge. Und auch hinein ins Tal der Loisach bis hin zum Daniel.

Danach geht es hinab zur Gamshütte, die leider derzeit geschlossen ist. Der Forst und der letzte Betreiber konnten sich nicht auf eine Verlängerung der Pacht einigen, weil der Pächter, so das Garmischer Tagblatt vor einiger Zeit, zahlreiche Termine einfach verstreichen ließ. Deshalb sollte die Hütte an den Forst zurückgegeben oder abgebaut werden. Bis sie plötzlich im heißen Sommer brannte. Jetzt wird sie wohl demnächst vollends abgerissen werden und dann hat der Forst vor, sie neu aufzubauen. Wollen wir hoffen, dass das so hinhaut, denn sie war mit ihrer exquisiten Lage schon ein Kleinod. Ohne Erfrischung geht es deshalb in Serpentinen weiter nach unten zum Josefibichl und noch ein Stück hinunter: Partenkirchen hat uns wieder.

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