Wiedweg Etappe 7 Waldbreitbach - Datzeroth


Erstellt von: Westerwaldverein
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑376m  ↓421m
Das Waldbreitbacher Wiedtal erkundet der Wiedweg auf Etappe 7

Auf dem siebten Abschnitt des Wiedwegs wandert man durch das Waldbreitbacher Wiedtal. Zielpunkt ist Datzeroth am Südrand der Verbandsgemeinde Waldbreitbach. Das mittlere Wiedtal ist geprägt durch den ständigen Wechsel von Engen und Weitungen bis zu etwa 500m Breite. Der überwiegend naturnahe, stark gewundene Lauf der Wied trägt wie die zahlreichen naturnahen Zuflüsse zum typischen Erscheinungsbild einer ursprünglichen Mittelgebirgs-Flusslandschaft bei.

Startpunkt der Tour ist Waldbreitbach, dass man über die Deutschherrenstraße verlässt. An drei kleinen Weihern vorbei, die einst den Deutschherrenorden mit Fisch für die Fastenzeit versorgten, kommt man in den Wald und trifft auf der Höhe auf einen Panoramaweg. Langsam kommt das Areal des Klosters St. Marienhaus in Sicht.

Das Kloster St. Marienhaus geht auf das Wirken von Margaretha Flesch zurück, die 1826 in Schönstatt bei Vallendar geboren wurde. Aufgewachsen im Fockenbachtal kam es ab 1856 zur Gründung der Waldbreitbacher Franziskanerinnen und Margaretha Flesch nahm den Namen Mutter Maria Rosa an. Mutter Rosa Flesch wurde 2008 im Trierer Dom selig gesprochen.

Bereits 1861 errichteten die Schwestern um Mutter Rosa ihr Mutterhaus auf dem Kapellenberg direkt an der Wied, das heutige Kloster St. Marienhaus. Am Marienhaus unterhalten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen den Schöpfungspfad. Er verbindet die verschiedenen Gartenanlagen des Mutterhauses.

Im Bibelgarten wachsen viele der über hundert Pflanzen, die schon in der Bibel genannt werden. Mit dem Kräutergarten greifen die Schwestern eine alte klösterliche Tradition auf. 2002 haben die Schwestern den Themen- und Topfgarten angelegt, in dem sich u.a. historisches Gemüse und Kräuter finden. Der Schöpfungspfad durch die Gärten ist so angelegt, dass er auch für Menschen mit Mehrfachbehinderung erfahrbar ist.

Der Wiedweg führt in einem kleinen Schlenker unterhalb der schönen Klosterkirche vorbei und leitet weiter zum Waldbreitbacher Ortsteil Glockscheid. Durch den Wald kommt man nahe heran ans Fockenbachtal, eine der Kernzonen des Naturparks Rhein-Westerwald und genießt den Blick auf die Ruine der Neuerburg, von der noch der fünfeckige Bergfried mit drei Geschossen, die Ringmauer aus dem späten 12. Jahrhundert und die Vorburg (um 1300) erhalten sind.

Nächstes Ziel des Wiedwegs ist Niederbreitbach an der Einmündung des Fockenbachs in die Wied. Den Ort erreicht man über den Clausberg kommend, wo die sehenswerte Claus-Kapelle steht, deren Kern aus dem 14. Jahrhundert stammt. Im kleinen Dorfmuseum Niederbreitbach gibt es eine Rekonstruktion der Neuerburg zu sehen, aber wie so oft bei Dorfmuseen im Westerwald sind Öffnungszeiten rar gesät.

Südlich von Niederbreitbach liegt ein kleiner Höhepunkt dieser Etappe des Wiedwegs: Der Aufstieg zum Aussichtspunkt über die Wiedschleife bei Bürder. Über einen kleinen Pfad geht es durch Laubwald auf die Kuppe, von der man mit einem schönen Blick über die geschlungene Wied genießt. Der Zielort des siebten Wiedweg-Abschnitts ist Datzeroth, der von hier nur noch einen knappen Kilometer entfernt ist.

Wiedweg Etappen


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