Wichtig für Wanderer: So reinigt man Funktionskleidung richtig!

Wandern ist ein anstrengender Sport und kann einen ordentlich ins Schwitzen bringen - das ist allen eingefleischten Wander-Fans bewusst. Die Wanderausrüstung - wie beispielsweise Jacke, Hose, Socken und Handschuhe - sollte man deshalb nach jeder Tour gründlich reinigen.

Da es sich dabei meist um Funktionskleidung handelt, ist allerdings Vorsicht geboten. Die verwendeten Stoffe dürfen in der Regel nicht bei 60 Grad und schon gar nicht bei 90 Grad gewaschen werden. Das ist glücklicherweise meist auch gar nicht nötig, um Bakterien und Flecken gründlich zu entfernen.

Schonwaschgang ist angesagt

In fast alle Kleidungsstücke ist eine kleine, weiße Pflegeanleitung eingenäht: das Pflegeetikett. Auch, wenn man dieses heraustrennt, damit es nicht gegen die Haut scheuert, sollte man es doch aufheben oder zumindest die Pflegeanweisungen zum jeweiligen Kleidungsstück irgendwo notieren.

Die Pflegesymbole auf dem Etikett haben unterschiedliche Bedeutung. Wer diese nicht kennt, kann sie hier nachschlagen. Oft hilft es auch, eine Übersicht der Pflegesymbole in der Nähe der Waschmaschine aufzuhängen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass man zur gründlichen Reinigung Textilien immer heiß waschen muss, reichen mittlerweile auch geringe Temperaturen. Vor allem atmungsaktive Funktionskleidung, die womöglich noch imprägniert ist, sollte in der Regel im Schonwaschgang bei maximal 40 Grad gewaschen werden.

Hinsichtlich des Waschmittels scheiden sich die Geister: Die einen schwören auf Spezialwaschmittel, die anderen bevorzugen jene Marken, mit denen sie jeden Tag waschen. Auf jeden Fall empfiehlt sich flüssiges Waschmittel, da die Kristalle im Pulverwaschmittel die Stoffporen der Funktionskleidung verstopfen können.

Schweißflecken entfernen

Wer nach einer besonders anstrengenden Tour auf Nummer sicher gehen möchte, behandelt auffällige Schweißflecken vor. Das betrifft vor allem T-Shirts: Rund um die Achseln, am Hals und am Rücken können sich große Schweißflecken bilden. Es gibt mittlerweile jedoch spezielle Mittel, mit denen man diese und andere Flecken vorbehandeln kann: Einige sprüht man als Spray auf die Flecken, andere trägt man auf und lässt sie einwirken. Danach kommt das Kleidungsstück wie üblich in die Maschine. Wie man hartnäckige Schweißflecken Schritt für Schritt aus Kleidung entfernt, erklärt diese Anleitung.

Imprägnieren nicht vergessen

Nach dem Waschen kommt die Pflege der Funktionskleidung. Eine Erneuerung der Imprägnierung nach dem Waschgang ist ratsam. Mit Imprägnierspray ist man auf der sicheren Seite und kann schnell die entsprechenden Kleidungsstücke oder Schuhe einsprühen. Andernfalls wird auch die beste Funktionskleidung mit der Zeit feucht. Auch Waschmittel zum Imprägnieren sind erhältlich - bei diesen legt sich die Schutzschicht allerdings auch auf die Innenseiten der Kleidung und kann so die Atmungsaktivität beeinflussen.

Beim Imprägnieren sollte man sich ein paar Tipps zu Herzen nehmen: So sollten beispielsweise Imprägniermittel mit PFC-Anteil gemieden werden. In der Wohnung sollte man auch für ausreichend Belüftung sorgen, bevor man mit dem Imprägnieren beginnt. Einige Mittel entfalten ihre wasserabweisende Wirkung zudem erst, nachdem die eingesprühten Textilien kurz erwärmt wurden.

Bildnachweis: Von moerschy [Lizenz] via Pixabay

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