Weilburg-Odersbach

Hotel im Heisterholz
Hotel im Heisterholz

Südlich von Weilburg liegt an einem Hang rechts der Lahn das Dorf Odersbach. Hier findet sich ein sehenswertes Fachwerkhaus, das bereits 1596 erbaut worden ist. Eine Fußgängerbrücke verbindet Odersbach mit dem Weilburger Stadtteil Kirschhofen im Taunus.

Eine weitere Fußgängerbrücke, der Ernst-Dienstbach-Steg, der in Weilburg nach seinem historischen Vorgänger aber noch immer Kettenbrücke genannt wird, verbindet Odersbach direkt mit Weilburg. Der Bau der Kettenbrücke war 1784 beauftragt worden, um die Wasserversorgung des Weilburger Schlosses sicherzustellen. Das Wasser wurde aus verschiedenen Quellen in drei großen Reservoirs im Wehrholzwald auf der Höhe gegenüber der Stadt gesammelt. In der etwas tiefer liegenden Kranenkammer konnte der Wasserabfluss reguliert werden, wurde in Leitungen zu einem Verteiler auf dem Kanapee geführt und von dort weiter über die Kettenbrücke zum Schloss und in die Stadt. Zur Anlage gehörte auch der Kranenturm auf dem Kanapee, der um 1785 erbaut wurde.

Das Kanapee erreicht man, wenn man von Odersbach aus in östlicher Richtung zur Lahn geht. Man erreicht einen Pfad, der steil bergauf zu dem kleinen Aussichtstempel auf der Hauseley führt. Von hier aus bietet sich ein guter Blick auf Weilburg. Um den aus dem Lahntal ragenden Felsen wurde 1954 ein kleiner Weg über einen Steg angelegt.

Die Anfänge Weilburgs liegen hier südlich von Odersbach am Scheuernberger Kopf (269m) in einer kleinen Schleife der Lahn. Der noch heute sichtbare Ringwall am Scheuernberger Kopf stammt aus der so genannten La-Tène-Zeit um 300 v.Chr. Am Scheuernberger Kopf fällt der Westhang über hundert Meter steil zur Lahn ab.

Zum bewerten Mauszeiger über die Sterne bewegen
Aktuelle Bewertungen (6):