Warum Wandern uns gut tut

Wer sich langfristig für das Wandern als Freizeitbeschäftigung entscheidet, hat hierdurch viele Vorteile. Einerseits kann man beim Umherstreifen in freier Natur unglaublich viel entdecken und Flora wie Fauna ein ganzes Stück näher kommen. Andererseits ist Wandern gut für die Gesundheit und zwar in sehr vielfältiger Art und Weise.

Wie die Gesundheit vom Wandern profitiert

Im Vergleich zu anderen Laufsportarten wie z.B. Joggen ist Wandern deutlich schonender für die Gelenke. Größere Stoßwirkungen im Gelenkbereich durch hastige Fußbewegungen bleiben aus, weshalb Knie- und Fußgelenke ausgewogener belastet werden. Das wiederum reduziert die Gefahr von Verletzungen und Verschleißerscheinungen am Gelenk. Im Gegenteil, Wandern kräftigt Gelenke und Knochen sogar, weil sie bei regelmäßiger Bewegung moderat aber stetig gefordert werden.

Auch in anderen Gesundheitsbereichen kann Wandern eine gute Hilfe sein. Die gemütlichen Laufeinheiten stärken beispielsweise das Herz-Kreislauf- und Immunsystem. Außerdem kurbelt die Fortbewegung im Freien den Stoffwechsel an und gewöhnt den Körperhaushalt langfristig an einen gesteigerten Kalorienverbrauch. Auf diese Weise lässt sich unter anderem einem Jo-jo-Effekt beim Abnehmen vorbeugen.

Wanderausrüstung - Weniger ist mehr

Unabdingbar für eine erfolgreiche Wandertour ist natürlich die passende Ausrüstung. Auf keinen Fall fehlen darf festes Schuhwerk, das idealerweise wasserdicht ist. Falsche Schuhe sorgen nämlich schon nach wenigen Kilometern für Blasen an den Füßen und Fußschmerzen, was ein schönes Wandererlebnis stark beeinträchtigt. In Sachen Wanderkleidung sollte man auf atmungsaktive Kleidungsstücke setzen, die einen guten Transpirationsschutz besitzen. Passende Funktionsstoffe für Wanderkleidung sind Polyester oder Elastan.

Rucksack oder Koffer - Vor- und Nachteile

Der Wanderrucksack ist als Transportbehälter für Utensilien wie Trinkflaschen, Brotzeit oder Landkarten eigentlich Standard. Allerdings hat er auch Nachteile. Gerade wenn man zum Wandern in heißen bis tropischen Ländern unterwegs ist, klebt der Rucksack schnell unangenehm und wird schwitzig. Das insbesondere, wenn man zu viel dabei hat. 

In solchen Fällen empfiehlt sich auch für den Wanderurlaub ein Koffer, der mit ausreichendem Equipment gefüllt werden kann. Er kann mit allen wichtigen Ausrüstungsgegenständen bestückt werden, aus denen man dann situativ auswählen kann, was für die jeweilige Route vor Ort wirklich gebraucht wird. Beispielsweise verschiedene Wanderschuhe, Regenschutz, Sonnenschutz, Wanderstock oder in manchen Fällen auch Klettergurt. Manchmal können auch Badeklamotten und andere Schuhe gebraucht werden, je nachdem wohin die Reise geht. Den Rest verstaut man dann mitsamt Koffer einfach in der Urlaubsunterkunft, bevor es mit leichtem Rucksackgepäck auf Wanderschaft geht.

Mit Gruppenwanderungen soziale Kontakte pflegen

Dass Wandertouren ein beliebtes Urlaubsprogramm für den Freundeskreis sind, ist längst kein Geheimnis mehr. Anstatt gemeinsam untätig am Strand herum zu liegen, kann man bei einer Gruppenwanderung einzigartige Naturerlebnisse miteinander teilen. Obendrein stärkt die Herausforderung anspruchsvoller Wanderrouten auch den Teamgeist. 

Noch wertvoller sind gemeinsame Wanderausflüge für Familien und Paare. Das Wandern mit Kindern bringt den Kleinen zum Beispiel die Natur näher und fördert ihr Geographiewissen. Auch Pflanzen- und Tierwissen lässt sich während dem Wandern mit der Familie wunderbar an Kinder vermitteln. 

In einer Partnerschaft hat Wandern sogar beziehungsstärkende Aspekte. Was gibt es Schöneres als in trauter Zweisamkeit auf einem verträumten Aussichtspunkt zu stehen und das Naturpanorama zu betrachten? Solch romantische Erlebnisse schweißen zusammen und schaffen unvergessliche Erinnerungen.

Wandern für Geist und Seele

Immer öfter hört man inzwischen auch vom Wandern als Therapiemaßnahme. Die positive Wirkung naturbelassener Landschaft auf die Psyche liegt auf der Hand. Inmitten grüner Naturidylle sind die Alltagssorgen schnell vergessen. Viele behaupten, so ihren inneren Kompass finden zu können. Auch hat man während der Laufen genügend Ruhe und Zeit, um sich mit tiefergehenden Problemen auseinanderzusetzen. Die frische Luft und sinnliche Naturreize wie Blütenduft, das Rauschen eines Baches oder das Zwitschern der Vögel beruhigt ergänzend den Geist.

Bildnachweis: Von Lital Levy [Lizenz] via unsplash.com

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