Wanderurlaub: Einmal durch Schweden

Skandinavien fasziniert Naturliebhaber weltweit mit seinen einzigartigen Landschaften und den dort heimischen Tierarten. Schweden macht da keine Ausnahme. Mit scheinbar endlosen Wäldern und Seen und einer verhältnismäßig dünnen Besiedlung ist es ein Land, in dem man einen entspannten Urlaub verbringen und die Natur gut zu Fuß erkunden kann. Welche Regionen sind für eine Schwedenreise besonders empfehlenswert und worauf sollte man achten?

Im Süden des Landes befindet sich die Region Skåne: Auf rund 1.200 Kilometern Wanderwegen kann man von der Küste bis hin zum Waldsee die unterschiedlichsten Landschaften entdecken. Der Österlen- und der Öresund-Pfad bieten sich als Routen an.

Auf dem Königspfad durch Nordschweden

Im Norden ist der Kungsleden zu finden, der Königspfad. Er gilt als einer der schönsten Wanderwege Schwedens und erfreut sich großer Beliebtheit. Über 400 Kilometer führt er durch Wälder, an Gebirgsbächen vorbei und auf Schwedens höchste Berge. Für den kompletten Weg braucht man etwa vier Wochen.

Die Verbindung zwischen Nord und Süd bildet der Bohusleden, der über 370 Kilometer von Göteborg fast bis nach Norwegen reicht. Moore, Wälder und Seen dominieren auf diesem Pfad die Landschaft. Wer nicht so lange unterwegs sein möchte, kann auch Teile der Pfade wandern und mit einem Mietwagen weitere Strecken überbrücken. Die meisten Abholstationen befinden sich in Nähe von Flughäfen, sodass man bequem anreisen und sofort in die Wildnis aufbrechen kann. So kann man gleich mehrere Regionen des Landes erkunden und unterschiedliche Landschaftsformen hautnah erleben.

In regelmäßigen Abständen verteilt gibt es in Schweden sogenannte Berghütten, die Wanderern einen Schlafplatz bieten. Zusätzlich sind sie meistens mit den notwendigsten Kochutensilien ausgestattet - in einigen kann man sogar Lebensmittel kaufen. In Schweden gilt zwar das Jedermannsrecht, jedoch müssen bei der Nutzung der Hütten bestimmte Regelungen eingehalten werden.

Grundsätzlich sind die kostenlosen Hütten für Selbstversorger gedacht. Hüttenwirte sind nicht dazu verpflichtet, Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Vor der Abreise sollte man aufräumen, fegen und wischen. Außerdem sollte man wieder für frisches Trinkwasser sorgen und Abfall beseitigen. Die Hütten werden vom schwedischen Wanderverein betreut. Das Jedermannsrecht regelt, wie man sich in der Natur zu verhalten hat. Zelten ist für einige Tage in der Natur erlaubt. Allerdings ist es verboten, ohne Erlaubnis Privatgrundstücke zu betreten. Nachts muss man wenigstens 150 Meter Abstand zum nächsten Gebäude halten. Aus der Natur darf man sich Beeren oder Obst nehmen - Pflanzen zu schädigen ist dagegen verboten.

Bildnachweis: Von Malte Wingen [Lizenz] via unsplash.com

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