Wandern zwischen St. Ingbert und Homburg

Der Landstrich zwischen St. Ingbert und Homburg ist nicht nur für Saarbrücker ein beliebtes Wandergebiet. Durch die gute Verkehrsanbindung ist auch eine weitere Anreise problemlos möglich, um ein bisschen französisches Flair auf deutschem Boden zu tanken.

Apropos französisches Flair: Das Saarland ist bekannt für gutes Essen und die Saarländer Tafeltouren haben die Verbindung von Wandern und Einkehren zum Programm erhoben. Die Kirkeler Tafeltour (8km) führt uns ins Naturschutzgebiet Taubental und macht auch einen Halt an Burg Kirkel.

Die Schlossbergtour (14km) startet an der Ruine der Hohenburg auf dem Homburger Schlossberg, bekannt für die großen Schlossberghöhlen. Auf der Strecke liegen der Merwoogweiher und das Lambsbachtal, wo man einen Abstecher zur Ruine Merburg (11. Jahrhundert) unternehmen kann. Sehenswert sind dann die Waldparkanlagen des ehemaligen Schlosses Karlsberg mit Schwanenweiher und Bärenzwinger. Auf der interessanten Runde liegt als nächstes der Karlsweiher und man kommt zu einer einstigen keltischen Kultstätte, die Stumpfen Gipfel.

Die Höcherbergtour (19km) leitet hinauf auf den Höcherberg (518m), den höchsten Berg im Umkreis. Auf dessen Gipfel bietet der Höcherbergturm ungestörte Panoramablicke übers östliche Saarland und hinein in die Pfalz.

Im St. Ingberter Stadtteil Oberwürzbach startet der Hüttenwanderweg (11km). Man kommt auf der Rundwanderung an fünf Wanderhütten vorbei. Dabei wandert man durch das Laichweihertal und gelangt zum beliebten Ausflugsziel der Eichertsfelsen, die zur Spurensuche einladen. Frisches Quellwasser kann man bei der Lourdes-Grotte aus einem Brunnen trinken. Rast bietet sich auch an Hof Hochscheid an, der oberhalb von Hassel auf 400m liegt. Der Hof ist der älteste biologisch-dynamisch bewirtschaftete Hof im Saarland.

Der Kirkeler Felsenpfad (7km) führt vorbei an einigen bizarren Felsformationen. Die Felsen werden teilweise von Bergsteigern und Kletterern für ihr Training genutzt. Der Rundwanderweg bringt einen durch teils recht dichten Mischwald zu den interessanten Buntsandsteinformationen, die ebenso interessante Bezeichnungen haben. Da gibt es den Frauenbrunnen, den Unglücksfelsen und die Hollerkanzel, auf der sich einst die Hollerburg befunden hat.

Der Herzog-Karl-II-August-Pfad (15km) führt durch das idyllische Lambsbachtal und die Waldparkanlage des Schlosses Karlsberg. Die einst prächtige Gartenanlage läuft auch unter dem Namen Carlslust. Damals war eine Kaskadenanlage gebaut worden. Davon ist der Tschifflik-Pavillon in Fundamenten und Überresten zu sehen. Vier Pavillons gab es ursprünglich. Tschifflik wird aus dem bulgarischen mit Landgut übersetzt und aus dem türkischen mit Bauernhof.

Der Kirrberger Rundwanderweg liegt 5km von Homburg entfernt an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Östlich von Schwarzenbach am Audenbacher Hof ist Einstieg in die Runde, die nach Kirrberg führt, wo auch der Pfälzer Jakobsweg andockt und die Pilger die Kirche Mariä Himmelfahrt ansteuern. Deren Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert zurück, der aktuelle Bau ist dagegen vergleichsweise neu. Das Gnadenbild aus dem 18. Jahrhundert in der Kirche ist Ziel der Wallfahrer. Auf der Rundwanderung kommt man auch an der Ruine der Merburg vorbei.

Wer auf einem Fernwanderweg die Saarpfalz erkunden will, kann den Saarland-Rundwanderweg unter die Schuhe nehmen. Die Startetappe endet in St. Ingbert. Dann schließt sich die sogenannte Bliesgauschleife an, die über Gersheim und Blieskastel nach Kirkel führt. Etappe 5 leitet weiter nach Homburg und Etappe 6 nach Bexbach.

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