Wandern zwischen Ruwertal und Hochwald

Ruhe, Natur, Entschleunigung, frische Bachtäler, schroffe Felsen und eine Erkundung der Geschichte zwischen sanften Wiesenlandschaften, Kerbtälern und der Weinberge, das alles findet sich im Ruwertal und dem anschließenden Osburger Hochwald und macht das Gebiet interessant für Wanderer.

Die Wacken sind ein Highlight der Traumschleife Schiefer-Wackenweg (12km), die u.a. zum Herler Wacken und zum Besucherbergwerk Fell im Nosserntal führt. Danach quert man das Areal eines einstigen Betonsteinwerkes und kommt am Mundloch des Margarethenstollens vorbei. Die Thommer Schieferhalden erinnern erneut an die Dachschiefertradition, bevor man zurück zur Kirche gelangt.

Ins Herz des Osburger Hochwalds führt der Rösterkopf-Rundwanderweg (10km). Der Rösterkopf (708m) ist der höchste Berg im Osburger Hochwald. Der Rundwanderweg führt u.a. zum Quellmoor Weyrichsbruch (mit Passage über einen Knüppeldamm durchs Moor) und zum Ruwerspring, der Quelle der Ruwer.

Die Traumschleife Römer-Keltenpfad (13km) erkundet die historischen Spuren im Ruwertal. Man trifft auf die Rekonstruktion der Römischen Ruwerwasserleitung, spaziert über den Walddistelpfad, passiert die Fundstelle keltischer Hügelgräber und wandert zum Menhir von Farschweiler.

Im Rahmen des Gewässerprojekts Ruwer und Nebenbäche wurden mehrere Rundwege angelegt. Einer ist markiert als RuT 6 und hört auf den Namen: Im Ruwertal bei Sommerau (6km). Startpunkt ist am Wasserfall in Sommerau. Niederwald und Bergwerksstollen sowie Fernblicke über Wiesen und auf Neuhof und Wandern durch den Talgrund der Ruwer liegen auf der Runde.

Die Traumschleife Romika-Weg (11km) geht auf Erkundungstour in Gusterath, wo einst die Schuhfabrik Romika gegründet wurde und zeitweise der größte Arbeitsgeber im Ruwertal war. Zwei Einstiege bietet die Traumschleife, eine am Standort der einstigen Schuhfabrik Romika in Gusterath-Tal und eine in Pluwig. Die Traumschleife Romika-Weg führt zum Teil auf den Wegen, die die Arbeiter früher zurückgelegt haben, zu Fuß natürlich.

Die Traumschleife Morscheider Grenzpfad (16km) folgt den Grenzen der Gemarkung Morscheid. Es geht über schmale Pfade durch dichte Wälder, über freie Felder mit weitem Blick in den Osburger Hochwald und das Ruwertal. Burgruine Sommerau, das Schloss Marienlay und die Riveristalsperre sind die Höhepunkte der Wanderung.

Die Ruwer-Route ist eine alternative Wegführung des Saar-Hunsrück-Steigs. Am Stopp zwischen Etappe 6 und Etappe 7 bei Burg Grimburg zweigt die Ruwer-Route von der Haupttrasse ab und leitet über Kell am See auf dem zweiten Teilstück in den Osburger Hochwald, vorbei an der Riveristalsperre nach Waldrach und Kasel.

Der Ausoniusweg folgt der alten Handelsroute der Römer vom Rhein durch den Hunsrück nach Trier. Heute ist dieser Weg als Wanderweg und zugleich als Hunsrücker Jakobsweg ausgeschildert. Die Schlussetappe des Ausoniuswegs führt von Fell zur Ruwermündung und dann weiter zur Porta Nigra in Trier.

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