Wandern über dem Polarkreis: Extremerlebnis für Abenteurer

Wer bereits regelmäßig in Deutschland wandern geht, wird irgendwann nach Größerem streben. Sicherlich hat die Alpenregion viel zu bieten, doch wirkliches Abenteuer kommt in deutschsprachigen Gegenden eher selten auf. Als sichere, höchst attraktive Alternative bietet sich Norwegen an.

Das skandinavische Land ist perfekt an den internationalen Luftverkehr angebunden, sodass Flüge oftmals günstig verfügbar sind. Einmal angekommen, kann es für das ultimative Erlebnis nur ein Ziel geben: nördlich des Polarkreises zu wandern.

Tromsø eignet sich als Ausgangspunkt perfekt

Der Winter ruft und damit ganz besondere Wanderungen. Wer einmal in eine wahre Wunderwelt aus Eis und Schnee eintauchen möchte, sollte nicht weiter als bis nach Norwegen blicken. Hier befinden sich über dem Polarkreis einige Reiseziele, die man einfach gesehen haben muss. Das liegt nicht nur an den Polarlichtern, die in den Wintermonaten besonders stark am Himmel sichtbar sind, sondern ebenfalls an der umliegenden, bergigen Landschaft.

Mit seinen Fjorden, hohem Schnee und einer eindrucksvollen Tierwelt überzeugt Nordnorwegen von A bis Z. Als perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen und mehrtägige Erlebnisse gilt dabei Tromsø. Es handelt sich um die zentrale Stadt in Nordeuropa, von der in der Vergangenheit alle Expeditionen in Richtung Arktis ausgingen. Noch heute handelt es sich um die wichtigste Stadt der Wissenschaft, besitzt die nördlichste Universität, Brauerei und vieles mehr. Wer einmal hier war, wird verstehen, warum jährlich über zwei Millionen Besucher am Flughafen ankommen.

Tromsø ist grundsätzlich eine Kleinstadt, die nur rund 71.000 Einwohner zählt. Dennoch sind vor allem in den Wintermonaten deutlich mehr Menschen in der Stadt, um die Nordlichter zu beobachten. Deshalb sind Airbnb-Unterkünfte hier überall zu finden und eine deutlich günstigere Wahl als Hotels. Per Auto, Schiff und Flugzeug sind schließlich alle wichtigen Ziele zu erreichen. Einmal hier, lässt sich die Wanderung auch gleich perfekt mit den üblichen Aktivitäten in der Region verbinden.

Es winken Nordlichttouren, in denen die Teilnehmer an die besten Orte gefahren wird, um das Naturschauspiel zu verfolgen und viele weitere Aktionen. Dazu gehören Hundeschlittentouren, zu denen die richtige Ausrüstung wie beim Wandern unbedingt dazugehört, Rentiere, Walbeobachtungen, Skifahren und vieles mehr. Als Besonderheit eignen sich Schneewanderungen, die in bestimmten Schneeschuhen für einfacheres Vorankommen durchgeführt werden.

Welche Ziele lohnen sich besonders?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Von Tromsø aus gibt es einige Möglichkeiten. Wenn die Reise zum Beispiel gen Süden geht, eignet sich Trondheim perfekt, da es per Schiff (Hurtigruten) und Flugzeug erreichbar ist. Hier gibt es vor allem beeindruckende Fjord-Landschaften zu sehen. Bekannt ist die Stadt insbesondere für ihre kulturellen Angebote, die hier weniger von Regen getrübt werden, als es im bekannteren Bergen der Fall ist. Für sportlich Interessierte eignet sich in dieser Stadt der Fußballklub Rosenborg Trondheim für einen Besuch. Dieser qualifizierte sich mehrfach für die Champions League und ist aktuell in der Europa League vertreten. Die Quoten auf den Titelgewinn in den Sportwetten liegen jedoch nur bei 251,00 (Stand 9. September).

Die besten Wanderregionen um Trondheim sind Bymarka, Ladestien und Elgsethytta. Alle bieten großartige Ausblicke, kristallklares Wasser, Berge und das charmante nordische Flair. Wer direkt in Tromsø wandern möchte, für den eignet sich zum Beispiel ein Ausblick auf die gesamte Stadt mit der Storsteinen-Runde. Es handelt sich um eine vergleichsweise anspruchsvolle Wanderung, die in rund fünfeinhalb Stunden zu bewältigen ist.

Der See Prestvannet, der etwas höher auf dem Berg innerhalb eines Wohnhausviertels gelegen ist, bildet das Gegenstück. Er lässt sich exzellent mit einem Ausflug in die Innenstadt kombinieren. Diese ist auch an Wintertagen nicht zu überfüllt und lädt immer zum Entspannen in Cafés oder Restaurants ein.

Darf es vielleicht noch etwas extremer als ein Berg in Tromsø sein? Dann bietet sich die Reise nach Spitzbergen an. Die Heimat unzähliger Eisbären ist einer der schönsten Winterorte der Welt und ist trotz der schweren klimatischen Bedingungen normal bewohnt. Für Wanderungen auf der Insel sind höchste Fitness und Sicherheit zu empfehlen. Im Sommer ist die Tour von Longyearbyen zum „Vestpynten" jedoch recht einfach zu bewältigen. Die 13,5 Kilometer können dann in dreieinhalb Stunden bewältigt werden. Im Winter darf gerne mehr eingeplant werden. Ohnehin laden diverse Punkte auf dem Weg von A nach B zum Verweilen ein. Dafür muss man nicht einmal unbedingt einem Eisbären über den Weg laufen.

Norwegen ist für Wanderungen perfekt geeignet. Es ist leicht zu erreichen, bietet abseits des Wanderns viele Vorteile und hat auch in puncto Landschaft viel zu bieten. Skandinavien ruft!

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