Wandern rund um Wetzlar

An der Mündung von der Dill in die Lahn gelegen bietet Wetzlar einen interessanten Startpunkt für Wanderungen in die beiden Flusstäler. Der rechte Dillhöhenweg führt von Haiger aus durch den Hessischen Westerwald nach Wetzlar. Der linke Dillhöhenweg startet an der Dill-Quelle und markiert den Westrand des Lahn-Dill-Berglands.

Der Lahnwanderweg erreicht Wetzlar auf Etappe 6 von Burg Gleiberg aus kommend über die Naunheimer Lahninsel und die Garbenheimer Warte. Der Lahnwanderweg führt mitten durch die Altstadt von Wetzlar. Vorbei am Lottehaus und dem Wetzlarer Dom geht es auf Etappe 7 weiter zur ehemaligen Reichsburg Kalsmunt nach Braunfels.

Ein Endpunkt des Hauptwanderwegs III des Westerwaldvereins ist Wetzlar. Von Wetzlar führt die Ost-West-Querung durch das Ulmtal nach Mengerskirchen und zur Dornburg. Durch den südlichen Rand des Hohen Westerwalds geht es hinein ins Kannenbäckerland und weiter in den Naturpark Rhein-Westerwald, bis in Neuwied der Rhein erreicht wird.

Der Lahn-Kinzig-Weg des Vogelsberger Höhen-Clubs beginnt in Wetzlar. Von Wetzlar geht es auf Etappe 1 zunächst zum Dünsberg(498m), bevor man von Nord nach Süd den Vogelsberg durchwandert, dabei den Hoherodskopf (764m) und den Taufstein (773m) erklimmt und schließlich in Wächtersbach das Kinzigtal erreicht.

Eine kleinere Wanderung, die speziell die Altstadt von Wetzlar im Fokus hat, ist die Vier-Türme-Wanderung. Sie beginnt an der steinernen Lahnbrücke und mit einer roten 1 auf weißem Grund gekennzeichnet. Der Rundweg führt zunächst zum Bismarckturm an der Garbenheimer Warte, erreicht dann die Bleistift genannte Brühlsbacher Warte und später den Aussichtsturm auf dem Stoppelberg. Hier an der Südspitze der 4-Türme-Wanderung richtet sich der Weg nach Norden und kommt über die Burgruine Kalsmunt zurück in die Wetzlarer Altstadt.

Als Alternative zur regulären Wegführung des Lahnwanderwegs wurde 2012 die Bergmannsroute eingerichtet. Die Bergmannsroute startet am Eisenmarkt in der Wetzlar. Von Dalheim führt die Bergmannsroute bis kurz vor Kloster Altenberg und knickt dann nach Norden weg zum Besucherbergwerk Grube Fortuna, bis als Ziel schließlich Braunfels erreicht ist.

Ist das Wetter einmal schlecht, bietet sich das 2009 fertiggestellte CUBE Kletterzentrum des Deuschen Alpenvereins an. Sie ist die größte Kletterhalle zwischen Frankfurt und Kassel. Die Sektion Wetzlar des Deutschen Alpenvereins e. V. hat die mehr als 13m hohe Kletterhalle in Holz-Ständerbauweise erbaut. Das CUBE verfügt über knapp 1.000qm Kletterfläche und bietet 180 Routen der Schwierigkeitsgrade 3 bis 10.

Natürlich bietet sich neben den Wanderfreuden zu Fuß auch das Kanuwandern auf der Lahn an, gilt die Lahn doch als attraktivstes Kanurevier in Deutschland. In Wetzlar und Umgebung finden sich dabei die Ausstiegspunkte 9-13, so dass man sich auch nur für einen halben Tag oder Tag im Paddeln versuchen kann. Hat man mehr Lust zum Kanuwandern bekommen, bietet die Lahn mit 160 befahrbaren Flusskilometern genügend Gelegenheit dazu.

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