Wandern rund um Drolshagen

Das Dräulzer Land bietet mit seiner malerischen Mittelgebirgslandschaft ideale Voraussetzungen für ein abwechslungsreiches Wandergebiet. Neben den Hauptwanderwegen des Sauerländischen Gebirgsvereines (SGV) gibt es auch zahlreiche örtliche Rundkurse, die abseits der großen „Wanderautobahnen“ Natureindrücke in aller Stille erlebbar machen.

An Hauptwanderwegen führen drei Strecken durchs Dräulzer Land. Der Talsperrenweg X3 von Hagen nach Biedenkopf passiert weitläufig die Listertalsperre. Der Richard-Schirrmann-Weg mit der Markierung X12 führt von Werdohl über das Dräulzer Land nach Siegburg. Und schließlich erreicht der Volme-Höhen-Weg X20 von Witten nach Olpe die Region um Drolshagen.

Die zwei Drolshagener Rundwanderwege – bezeichnenderweise der eine mit einem kleinen d, der andere mit einem großen D markiert – führen 22km bzw. 62km um die Stadt am Südwestrand des Ebbegebirges. Wegen seiner Länge als Tagestour zu empfehlen ist dabei der kleine Drolshagener Rundwanderweg.

Ein Weg mit schönen Aussichten, der vom Dräulzer Land ins bergische Reichshof führt, ist der Panoramaweg Drolshagen. Bei klarem Wetter kann der Wanderer hier über das Bergische Land hinweg bis zum Siebengebirge am Rhein schauen. Bei Blockhaus weist ein Schild den Weg in ein Wacholdergebiet. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts gehörten ausgedehnte Wacholdergebiete zur typischen Landschaft im Ebbegebirge, heute sind sie eine Seltenheit.

Eine schöne Runde wurde 2009 unter dem Namen Drolshagener KuLTour als Kunst- und Landschaft Rundwanderweg eröffnet. Auch wenn die lustige Schreibweise und das angewandte Denglisch manch einen eher abschrecken, ist der Weg selbst sehr schön und führt von der Listertalsperre durch die Lingemicke und ums Dumicker Gnick. Entlang des Weges sind Kunstwerke installiert, die Landschaft und Kultur auf eindrückliche Weise zusammenführen.

Im Naturpark Ebbegebirge sind auf Drolshagener Grund weitere elf Wanderungen mit den Kennbuchstaben A ausgeschildert. Empfehlenswert ist etwa der A 4, der alle Facetten des Sauerländer Waldes einschließt: Fichtenkulturen (Brotbaum der heimischen Waldbauern), Hauberg, Buchenbestände und Mischwald. Dazwischen sieht man immer wieder Rinderherden auf saftigem Weideland. Und dann ist natürlich der Listerseeweg zu nennen, der entlang der Listertalsperre führt.