Wandern in den USA – Drei Orte, wo man hin muss

Zwar spricht man von den Vereinten Staaten von Amerika, doch gibt es auch vieles, was die einzelnen Bundesstaaten voneinander trennt. So sind die Mentalitäten sehr verschieden und vor allem Flora und Fauna der Regionen unterscheidet sich stark.

Immerhin erstrecken sich die Vereinigten Staaten über eine Fläche von knapp 9,6 Mio. km², für die gleich vier verschiedene Zeitzonen gelten. Entsprechend facettenreich ist die USA und daher gerade für Wanderer interessant, die etwas Neues erleben wollen. Und damit niemand lange suchen muss, beschreiben wir im Folgenden drei besonders schöne Ecken der USA.

Alaska

Spätestens seit dem Film „Into the Wild“ ist der Bundesstaat, den die USA einst dem Russischen Kaiserreich abkaufte, Sehnsuchtsort zahlreicher Wanderer. Hier begegnen einem wunderschöne Hügellandschaften, viele Nationalparks und Gebiete, die von Gletschern überwuchert sind. Und obwohl dieses Gebiet bei Touristen beliebt ist, stößt man dort kaum auf andere Menschen, da Alaska trotz seiner Größe nur ca. 0,22 Prozent der Gesamtbevölkerung der USA beherbergt.

Zu welcher Zeit man die Gegend besucht, hängt vor allem davon ab, ob man das Abenteuer sucht. Denn gerade im Winter kann es sehr kalt und das Wandern kann entsprechend gefährlich werden. Dem begegnet man am besten mit einer erstklassigen Ausrüstung aus professionellen Stiefeln und leistungsfähigem Zelt und Schlafsack. Im Sommer wird es dann angenehm und die Temperaturen steigen auf durchschnittlich 16 bis 18° C. 

Yellowstone Nationalpark

Der Yellowstone Nationalpark erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 9000 km² und bietet Wanderwege, die insgesamt 2000km lang sind. Und da das Gebiet so weiträumig ist, findet man durchaus Orte, an denen man selbst während der Saison relativ ungestört ist. Bekannte und hoch frequentierte Sehenswürdigkeiten sind dagegen u.a. der Morning Glory Pool oder der Old Faithful Geysir.

Die Landschaft ist insgesamt sehr abwechslungsreich und bietet zahlreiche Wasserfälle, Berge und neben Seen auch einige Geysire und heiße Quellen. Bei der Fauna gibt es ebenfalls einiges zu sehen. Bewohnt wird die Gegend nämlich beispielsweise von Bisons oder Grizzlybären. Da Letztere allerdings unter Umständen auch gefährlich werden könnten, heißt es, Abstand zu halten. Dies gilt vor allem, sollte man im Park campen wollen, was übrigens ohne weiteres möglich ist.

Hawaii

Hawaii ist nicht nur die Geburtsstätte von Barack Obama, sondern auch seit jeher Inbegriff von Traumstränden und malerischen Hügellandschaften. Wer hier wandern möchte, hat die Wahl zwischen drei Zielen. Zunächst wäre da Big Island, bei der es sich um die größte der Inseln handelt. Auf ihr lässt sich erfahren, wie Hawaii entstanden ist. Die dafür verantwortlichen Vulkane sind nämlich immer noch aktiv und spucken ständig Lava aus. Beim Kilauea kann man sogar direkt in den Krater hinabblicken.

Maui eignet sich dagegen vor allem für kürzere Touren. Zu sehen gibt es hier Berge, die teils sogar bestiegen werden dürfen und tropische Regenwälder. Touren entlang der Strände sind natürlich ebenfalls zu empfehlen. Kauai wird allgemein als die Garteninsel bezeichnet. Dementsprechend begegnet einem hier eine üppige Vegetation. Ein Must-See ist daneben auch die Napoli Coast.

Worauf muss vorab geachtet werden?

Vor allem bei längeren Routen in Gebieten, die weit außerhalb der Zivilisation liegen, muss gut geplant werden. Immerhin darf es unter keinen Umständen passieren, dass unterwegs das Trinken ausgeht oder das Hotel dann doch länger als ein Tagesmarsch entfernt ist und man die Nacht in der Wildnis verbringen muss. Zudem sollte die Ausrüstung auf jeden Fall den Anforderungen genügen und entsprechend warm und widerstandsfähig sein. Einige Gebiete in den USA werden darüber hinaus von gefährlichen Tieren wie Schlangen oder Bären bewohnt. Am besten bringt man vorher in Erfahrung, welche Taktik bei einer Begegnung deeskalierend wirkt.

Außerdem sollte man sich über die jeweiligen Formalien informieren. Teils benötigt man nämlich eine Erlaubnis fürs Campen oder es gelten bestimmte Verhaltensregeln wie beispielsweise in Nationalparks.

Ebenso dürfen bei der Planung der Reise die Dokumente zur Einreise nicht vergessen werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind hier besonders streng. Wer kein Visum oder ESTA vorliegen hat, darf die Reise nicht antreten und somit nicht ins Land einreisen. Damit es zu keinen bösen Überraschungen vor dem eigentlichen Urlaub kommt, sollte man sich gründlich über die Einreisemöglichkeiten informieren. In der Regel reicht für einen Wanderurlaub ein ESTA aus. Dieses kann über esta.cbp.dhs.gov beantragt werden.

Einige wichtige Fragen werden durch die folgende Infografik erklärt:

Quelle: www.estaformular.org

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