Wandern im Winter: Wichtige Tipps zur erfolgreichen Tour im Schnee

Bricht der Winter an und die Landschaften erstrahlen in Weiß, können Wintersportler nun endlich den Spaß auf den Brettern genießen. Freunde des Wandersports gehen dabei in der Regel leer aus. Doch mit der Berücksichtigung einiger Tipps können auch die kühlen Temperaturen und Bedingungen eine spannende Tour ermöglichen.

Ebenso wie bei angenehmeren Wetterbedingungen ist die ausführliche Planung vorab nicht zu unterschätzen. Da speziell im Winter besondere Gefahren lauern können, muss der Wetterbericht dabei berücksichtigt werden. Besteht keine Gefahr von Schneestürmen oder gar Lawinen, steht dem Abenteuer im Grunde nichts mehr im Weg.

Die Ausrüstung muss passen

Da der Körper aufgrund der besonderen Wetterbedingungen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist, gelten für die Ausrüstung andere Vorzeichen. Dieser Vorsatz fängt bereits bei den Schuhen an. Das Wandern durch den Schnee kann mit dem falschen Untersatz sehr schnell für kalte bzw. nasse Füße sorgen. Eine wasserdichte Sohle und eine hohe Isolationsfähigkeit sollte in jedem Fall gegeben sein. Warme Einlagen und besonders dicke Socken gleichen dabei mögliche Defizite aus.

Weniger ist mehr - dieser Grundsatz findet in Bezug auf die Kleidung hier keine Anwendung. Das sogenannte “Zwiebelprinzip”, sprich mehrere dünne anstatt von wenigen, dicken Schichten, ist angesichts der eisigen Temperaturen unumgänglich. In letzterem Fall kann die eigene Bewegungsfreiheit nämlich deutlich an Flexibilität verlieren. Zusammen mit passenden Longsleeves ist eine Isolationsjacke die wohl beste Kombination.

Den Wanderrucksack richtig packen

Auch wenn im Sommer gewandert wird, darf der Proviant nicht fehlen. In kühleren Monaten sieht der Inhalt des Wanderrucksackes jedoch etwas anders aus. Anstelle von kühlem, erfrischendem Wasser liefert warmer Tee in der Thermoskanne die notwendige Grundlage für die anstrengende Tour. Um dem Körper zusätzliche Vorteile zu ermöglichen empfiehlt sich die Zugabe von Ingwer. “Die Schärfe des Ingwers bewirkt, dass die eigene Durchblutung sowie der Stoffwechsel angekurbelt wird. Außerdem können damit Erkältungen vorgebeugt werden, da das Immunsystem zusätzlich gestärkt wird” kann auch die für Arzneimittelfakten tätige Gesundheitsberaterin Anna Frei bestätigen. Wer andere Geschmäcker bevorzugt, kann auch mit Zitrone oder Honig die entsprechende Vorbereitung treffen.

Abgesehen davon darf auch reichlich Proviant nicht fehlen. Hier sollte vor allem beachtet werden, dass er eigene Energieverbrauch deutlich höher ist als im Sommer - weniger ist somit auch hier nicht mehr. Zusätzlich zur kleinen Jause empfiehlt es sich somit auch, Kraft- bzw. Energieriegel in den Rucksack zu packen.

Die Bedeutung von Sonnenschutz und -brillen werden angesichts der kühlen Monate gerne schnell unterschätzt. Dabei ist eine Verbrennung der Haut auch im Winter möglich. Dass die Sonne durch den Schnee reflektiert wird und somit direkt auf den Körper eingestrahlt, ist ein des Öfteren unterschätztes Phänomen. Zum Schutz sind fetthaltige Cremen eher zu empfehlen - sie enthalten weniger Feuchtigkeit als normale Sonnencremen und trockenen daher weniger schnell aus.

Auch bei der Winterwanderung muss auf den Körper gehört werden

Um die Wanderung im Schnee nicht zur Qual verkommen zu lassen, sind regelmäßige Unterbrechungen unbedingt notwendig. Um zwischendurch die notwendige Kraft wiederzuerlangen, werden die Rasten in häufigeren jedoch kürzeren Abständen abgehalten. Langes Sitzen führt zur Auskühlung - Vorzeichen, welche fürs Winterwandern sehr ungeeignet sind. Damit beim Sitzen keine Nässe durch die Kleidung dringt, sollte idealerweise im Rucksack auch Platz für ein Isolierkissen geschaffen werden.

Bildnachweis: Von Dino Reichmuth [Lizenz] via unsplash.com

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