Wandern im Winter: Tipps und Tricks zu Outdoor-Touren bei Kälte

Wanderungen bei Kälte und Schnee sind von einer ganz besonderen Atmosphäre geprägt. Während sich die Natur bei Kälte eine Ruhepause gönnt, sorgt die weiße Schneedecke für atemberaubende Stille und strahlend schöne Panoramen. Damit das Laufen trotz niedriger Temperaturen Spaß macht, solltest Du Dich gut anziehen und ein paar Tipps beachten. Wir fassen zusammen, was beim Wandern im Winter wichtig ist. Zudem haben wir Dir einige der schönsten Wanderwege zusammengestellt.

Was kann ich beim Wandern im Winter anziehen? Welche Schuhe und Jacke?

Kalte Füße machen das Wandern schnell unangenehm. Deshalb solltest Du unter anderem besonderen Wert auf warme Wanderschuhe legen. Sie sollten eine wasserdichte Membran, rutschhemmende oder gar rutschfeste Sohlen und eine Thermo-Isolierung aufweisen. Die Sohle muss von unten warmhalten, damit Deine Füße nicht kalt und steif werden. Alternativ kannst Du Thermo-Einlegsohlen mit Schurwolle verwenden – die sind günstig in der Drogerie erhältlich. Ratsam sind Wanderschuhe, die Deine Knöchel umschließen, das spendet beim Winderwandern zusätzlich Wärme.

Beim Ankleiden ist das Zwiebelprinzip empfehlenswert – also das Tragen mehrerer Schichten übereinander. So kannst Du auf Temperaturschwankungen reagieren und bei Bedarf einzelne Schichten ablegen. Die äußerste Schicht übernimmt eine wasserdichte Outdoorjacke. Sie sollte trotz zuverlässiger Isolierung möglichst leicht sein, damit Du die erfrischende Winterluft unbeschwert genießen kannst und nicht unnötig von Gewicht geplagt wirst. Vorteilhaft sind unter anderem funktionale Modelle von Herstellern für Berufsbekleidung. Schließlich müssen Produkte für den täglichen Einsatz im Freien einiges aushalten und sind entsprechend robust, was Dir auch in den Höhenlagen der Bergwelt zugutekommt. Einer dieser Hersteller ist das deutsche Unternehmen Engelbert Strauss, das seit Jahrzehnten auf Arbeitskleidung für den Berufs- und Industriebedarf spezialisiert ist. Im Onlineshop präsentiert die Marke Winterjacken mit mehreren Funktionen für den Kälteschutz. Viele Produkte sind wasserdicht, atmungsaktiv und gewährleisten durch eine Fütterung Isolation. Letztere wird beispielsweise mit dem sogenannten ISOFILL®-Futter realisiert. Eine Daunen-Alternative aus Mikrofasern, die durch Lufteinschlüsse isoliert und in dreierlei Wärmestufen erhältlich ist. Winterjacken sind aber nicht alles. Neben der Wetterschutzschicht brauchst Du zusätzliche Textilien:

  • Atmungsaktive und enganliegende Funktionswäsche (Shirt und lange Unterhose)
  • Darüber Funktionskleidung wie eine Softshelljacke und eine Skihose oder Softshellhose

Accessoires nicht vergessen: Von Mützen bis Socken

Ein Großteil der Wärme entweicht am Kopf. Um das Auskühlen zu verhindern, solltest Du eine Kopfbedeckung tragen. Auch Sturmhauben können hilfreich sein, damit die Kälte bei eisigem Wind nicht unter die Kleidung gelangt und Dich im Gesicht frieren lässt. Auch Wollsocken, Handschuhe und ein anschmiegsamer Schal dürfen nicht fehlen. Stulpen stellen sicher, dass kein Schnee in die Wanderschuhe gelangt. Spezielle Gamaschen aus dem Sportbereich werden in unterschiedlichsten Längen hergestellt. Teilweise mit Gummizügen und Gummibändern zur Fixierung an den Schuhen.

Zusätzlich zur genannten Ausrüstung, können Halbsteigeisen Deine Winterwanderung bereichern: Bist Du auf vereisten Wegen unterwegs oder möchtest stark verschneite Gegenden erkunden, sind Halbsteigeisen überaus nützlich. Das Zubehör wird an den Wanderschuhen befestigt und sorgt mit integrierten Zacken für optimierten Halt. Das Zubehör kann beispielswese Stürzen beim Abstieg vorbeugen. Wer auf dem Gletscher unterwegs ist, kommt mit Halbsteigeisen allerdings nicht weit. Hier braucht es steigeisenfestes Schuhwerk und vollwertige Steigeisen.

Allgemeine Tipps für unterwegs

  • Heißgetränke: Während Dich die Kleidung von außen warmhalten soll, ist ein heißes Getränk zwischendurch eine echte Wohltat. Eine gute Thermosflasche ist deshalb ein wertvoller Begleiter.
  • Snacks: Ein kleiner Energieschub gibt Dir neue Kraft und kurbelt Deinen Kreislauf an. Greif zu Snacks mit reichlich Ballaststoffen – sie machen lang satt.
  • Pausen: Pausieren ist wichtig, aber bei Kälte solltest Du statt einer langen, besser mehrere kleine Pausen machen. So kühlst Du nicht aus!

Welche Wanderrouten kann ich im Winter nehmen und wo sollte ich lieber nicht wandern?

Insbesondere beim Wandern im Schnee solltest Du mehr Zeit einplanen. Verschneite Wanderwege verlangen Dir mehr Kraft ab, sodass Du im Vergleich zu Sommerwanderungen länger für die gleiche Strecke brauchst. Starte rechtzeitig, um den Ausgangspunkt bei Helligkeit zu erreichen und entscheide Dich im Zweifelsfall für kürzere Routen!

Deutschland ist reich an attraktiven Winterwanderwegen. Wir haben einige für Dich gelistet:

  • Jochberg: Bayerische Voralpen. Route von Kesselberg-Parkplatz über Jocheralm zum Gipfelkreuz mit fantastischem Ausblick auf den Walchensee. Empfehlenswert sind Halbsteigeisen. Ein schöner Rundweg ist außerdem die Salzalpentour Kohleralm-Jochberg-Inzell.
  • Feichteck: Ruhige Tour abseits der Massen in den Chiemgauer Alpen. Ohne Halbsteigeisen machbar in rund vier bis fünf Stunden. Startpunkt Parkplatz Spatenau, dann über Doaglalm zum Gipfelkreuz. Eine Rundtour inklusive Karkopf (1.496 m) präsentiert der Deutsche Alpenverein München & Oberland.
  • Breitnau: Im Schwarzwald erwartet Dich am Roßberg ein toller Rundweg mit Ausblick auf Feldberg, Vogesen und Kandel. Ist die Sicht gut, kannst Du sogar die Alpen entdecken. Gestartet wird die Winterwanderung am Rathaus von Breitnau. Eine spezielle Ausrüstung brauchst Du nicht – der Schwierigkeitsgrad ist niedrig. Weitere Touren um Breitnau: Zum Piketfelsen und zur Fahrenberger Höhe.

Vermeide lawinengefährdete Gebiete und bleib bei schlechter Sicht besser zuhause! Auch unbefestigte Wege an Hängen können gefährlich werden, wenn sich Schneemassen lösen. Sei stets aufmerksam und entscheide Dich für einen alternativen Wanderweg, wenn Du riskante Stellen feststellst.

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Wanderratgeber