Wandern im Willinger Upland

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So klein das Willinger Upland auf der Karte auch scheinen mag, es bietet eine große Dichte an interessanten Wanderwegen. Allen voran den Uplandsteig, der die Region in großzügigem Bogen umrundet und dabei durch Mischwälder, Moorlandschaften und Hochheiden verläuft. Der abwechslungsreiche Rundkurs ist 64km lang und berührt alle Willinger Ortsteile. Insgesamt 1.487 Höhenmeter gilt es auf dem gesamten Uplandsteig zu bewältigen - rund 450 davon allein auf den ersten 15 Kilometern. Da können auch geübte Wanderer schon mal aus der Puste kommen.

Start und Ziel des Uplandsteigs liegen offiziell in Willingen selbst, aber in Usseln, Bömighausen, Hemmighausen oder Rattlar kann man genauso gut einsteigen. Bei Usseln hat man die Qual der Wahl zwischen einer Berg- und einer Talvariante. Unser Tipp: Am besten beide gehen! Markiert ist der Uplandsteig mit einem geschwungenen und unterstrichenen weißen U auf schwarzem Grund.

Im westlichen Teil zwischen Hillekopf (805m) und Langenberg (843m) verläuft der Uplandsteig gemeinsam mit dem Rothaarsteig auf derselben Trasse. Rund einen Kilometer nördlich des Langenberg-Gipfels trennen sich die beiden Wege wieder. Der Rothaarsteig ist insgesamt 154km lang und verbindet Brilon mit dem hessischen Dillenburg. Er gehört zu den beliebtesten und erfolgreichsten neuen Wanderwege und war Vorbild für viele andere moderne Wanderwege. Mit dem Langenberg nimmt man auf dem Upländer Teilstück den höchsten Punkt des Rothaarsteigs mit.

Auch im Osten hat der Uplandsteig einen Nachbarn, mit dem er sich ein kleines Stück weit den Weg teilt: den Diemelsteig. Knappe 60km lang ist die Rundtour, die im Norden bis zum Diemelsee reicht und im Osten bis nach Adorf. Unter anderem am Dommelturm (738m) führt der Diemelsteig vorbei und bietet von dort herrliche Aussichten. Markiert ist er mit weißem D auf grünem Grund.

Pilgern kann man nicht nur auf dem Jakobsweg. Pilgern kann man auch im Upland, und zwar auf dem Upländer Besinnungsweg. Der 17km lange Rundweg mit Start und Ziel in Willingen führt außerdem durch Usseln, Rattlar und Schwalefeld. 46 Stationsschilder laden zum Nachdenken ein. Natürlich liegt auch die Schwalefelder Pilgerkirche am Wegesrand, ein Erlebnis der besonderen Art, denn hier führt ein kleiner Pilgerweg durch die Kirche selbst.

Natürlich dürfen auch die Hauptwanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) an dieser Stelle nicht fehlen. Mit dem Wegezeichen X 15 markiert ist der Uplandweg. Er beginnt weit im Norden in Salzkotten in der Soester Börde, kommt am Rand der Briloner Hochfläche nach Süden und erreicht bei Kilometer 70 schließlich Willingen. Von dort aus geht es weiter über Hallenberg und Bad Laasphe bis nach Dillenburg. Insgesamt 174km ist der Weg lang, der grob die östliche Grenze des Sauerlands nachvollzieht.

Ebenfalls durch Willingen, aber eher in West-Ost-Richtung, verläuft der Kaiser-Otto-Weg mit der Markierung X16. Er startet in Meschede, macht bei Kilometer 44 in Willingen Station und endet nach insgesamt rund 86km Länge in Marsberg. Dabei besucht er die Orte Meschede, Brunskappel und Obermarsberg, die im 10. Jahrhundert mit Kaiser Otto dem Großen zu tun hatten.

Darüber hinaus gibt es rund um die Ortsteile Willingens rund vierzig lokale Wanderwege, teils als Rund- und teils als Streckenwanderungen ausgestaltet. Damit man die Orientierung leicht behält, sind sie immer mit dem Anfangsbuchstaben des zugehörigen Ortsteils und einer Ziffer markiert. Ein kleiner Geheimtipp unter diesen ist der Panoramaweg Bärenkamp bei Eimelrod mit der Markierung E5. Er ist mit 4km Länge und nur 106 Höhenmetern keine große sportliche Herausforderung, bietet aber einen wunderschönen Ausblick auf Eimelrod und die Berglandschaft im Nordosten des Uplands.