Wandern im Saarkohlenwald

Ob auf kurzen Runden oder langen Wegen, langweilig wird es im Saarkohlenwald nicht. Es werden viele Themenwege geboten, insbesondere bei Sulzbach und am Brennenden Berg oder durch den Urwald vor den Toren der Stadt.

Durch diesen Saar-Urwald führt der Urwaldpfad (8km). Man startet beim Forsthaus Neuhaus, mit Gastronomie und dem Zentrum für Waldkultur, wandert durch dichten Laubwald mit Buchen und Eichen, kommt am Couvysweiher vorbei und zum Kleinen Fuji. Von dem 30m hohen Haldenkegel hat man einen guten Blick über den Saarkohlenwald. Auch auf dem Urwaldpfad ist das Naturfreundehaus Kirschheck, wo man sich stärken kann. Der Friedwald liegt ebenfalls an der Urwaldtour.

Ein weiterer Premiumwanderweg im Saarkohlenwald heißt Frohn-Wald-Weg (10km) und startet in Riegelsberg an der Lampennesterhütte. Die Runde führt durch den nordwestlichen Saarkohlenwald. Dabei geht man teils auf schmalen Pfaden, begegnet Relikten von Bergbau und Köhlerei und trifft auf hohe Bäume, muntere Bäche und kommt durch die kleine Schlucht des Rödelbachs. Weitere Wandererlebnisse bietet der östlich von Riegelsberg gelegenen Urwald vor den Toren der Stadt.

Durch das Naturschutzgebiet Ruhbachtal östlich von Sulzbach verläuft der Karl-May-Weg (13km). Anhand zahlreicher Infotafeln, die über Werk und Leben von Karl May (1842-1912) berichten, wird der Autor von Abenteuerromanen und Reiseberichten näher gebracht. Die weltweit verkaufte Auflage seiner Werke wird auf über 200 Millionen geschätzt. Auf dem Weg begegnen einem auch Indianer – allerdings keine echten.

Weniger Wanderung, als ein spannender, naturnaher Spaziergang ist der Brennende-Berg-Erlebnispfad (3km). Man erkundet das Gebiet rund um den seit nunmehr rund 400 Jahren vor sich hin glimmenden Kohleflöz, den schon einst Goethe besuchte, was ihn so beeindruckte, dass er davon in seinen Lebenserinnerungen „Dichtung und Wahrheit“ berichtete.

Eine längere Variante zum Brennenden Berg ist die Runde über den Grenzsteinpfad zum Brennenden Berg (12km). Diese Tour beginnt in Sulzbach und leitet an Neuweiler (sehenswerte, moderne Kirche von Star-Architekt Gottfried Böhm) bis an den Rand von Dudweiler und dann weiter zum Brennenden Berg.

Durch den Quierschieder Wald (12km) geht es auf einer schönen Tour von Göttelborn aus. In Göttelborn selbst kann man noch einige Relikte aus der Bergbauvergangenheit in Augenschein nehmen. Die Grube Göttelborn war eine der größten Gruben im Saar-Revier.

Der Warken-Eckstein-Weg (35km) verbindet den Geburtsort von Nikolaus Warken, dessen Spitzname Eckstein war, mit dem Rechtsschutzsaal in Bildstock. Nikolaus Warken war ein Bergarbeiter und Arbeitskämpfer im Saarrevier und gründete den „Rechtsschutzverein für die bergmännische Bevölkerung des Oberbergamtsbezirks Bonn“. 1892 wurde dann der Rechtschutzsaal als Vereinsheim gebaut. Die Streckenwanderung führt entlang alter Bergmannspfade.

Der Haldenrundweg im Saarkohlenwald (47km) verbindet viele Bergmannsiedlungen und Halden miteinander, u.a. die Bergehalde Lydia, die zu Saarbrücken zählende Bergarbeitersiedlung Von der Heydt und die Halde Göttelborn.

Der Pfarrer-Rug-Weg (41km) ist eine Rundwanderung, die durchs Köllertal leitet. Dabei passiert man eine Reihe kulturhistorisch bedeutsamer Orte wie die Martinskirche in Kölln, das Kloster Heilig Kreuz, das Jagdhaus Pfaffenkopf, das Bietschieder Schloss, die Neumühle Dilsburg sowie der Burg Bucherbach. Der Namensgeber der Runde, Prof. h.c. Ludwig Rug (1901-1985) war über 40 Jahre Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde zu Kölln (Köllerbach) und später auch in Altenkessel. Er bekam die Ehrenbürgerschaft von Püttlingen und erhielt den Ehrentitel „Professor honorum causa“ für seine Heimatforschung.

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