Wandern im Oberen Westerwald

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Der Obere Westerwald erstreckt sich vom Elbbachtal bei Gebhardshain im Norden bis nach Selters im Süden und umfasst auch die überregional bekannten Wandergebiete Kroppacher Schweiz und Westerwälder Seenplatte. Zentraler Ort ist Hachenburg mit seinem malerischen Marktplatz, dem die Stadt den Beinamen Perle des Westerwalds verdankt. Die Landschaft im Oberen Westerwald ist sehr abwechslungsreich, was das Gebiet zu einem beliebten Ziel für Wanderer macht.

Natürlich lassen sich diese schöne Landschaften auch die großen Wanderwege nicht entgehen. So führen gleich drei Tagesetappen des Westerwaldsteigs durch den Oberen Westerwald. Mit Etappe 8 erreicht der Westerwaldsteig von Bad Marienberg kommend Hachenburg. Ab Hachenburg geht es dann auf Wegstück 9 in die Kroppacher Schweiz. Die zehnte Etappe führt schließlich von Limbach zum Kloster Marienthal im Altenkirchener Westerwald.

An der Westerwälder Seenplatte entspringt die Wied, mit 102km der längste Fluss im Westerwald. Der Wiedweg, ein vom Deutschen Wanderverband zertifizierter Qualitätsweg, startet denn auch im Oberen Westerwald bei Linden und leitet auf der ersten Etappe durch den Hatterter Grund nach Höchstenbach.

Ein dritter Fernweg, der den Oberen Westerwald durchstreift, ist der Kölner Weg, der auf seiner fünften Etappe von Westen her die Kroppacher Schweiz erschließt und nach Hachenburg führt. Dann kommt eine Schleife in den Hohen Westerwald, bevor Etappe 8 von Osten her über die Westerwälder Seenplatte nach Selters leitet.

Einer der bekanntesten Wanderwege im Oberen Westerwald ist der Marienwanderweg, der die Abtei Marienstatt mit dem Kloster Marienthal verbindet und dabei das Deutsche Eck des Westerwalds, die mittelalterliche Dachschiefergrube Assberg und das Ende der Welt bei Stein-Wingert in die Wegführung mit einbindet.

Wer die Abtei Marienstatt nicht per Streckenwanderung, sondern über eine Rundtour ansteuern möchte, dem sei der Marienstatt-Rundweg von Hachenburg aus zu empfehlen. Auf knappen 10km verbindet diese Tour die schöne Altstadt von Hachenburg, das Landschaftsmuseum Westerwald, die Nistermühle und das Kloster Marienstatt im Tal der Großen Nister.

Einmal durch die Kroppacher Schweiz führt der Kroppacher Schweiz Rundweg, der in Atzelgift startet und zum Zusammenfluss von Kleiner und Großer Nister in Heimborn führt. Über Limbach erfolgt die Rücktour. Mit insgesamt 17km ist der Kroppacher Schweiz Rundweg eine gelungene Tagestour. Eher ein kleiner Mittagsspaziergang – aber trotzdem empfehlenswert – ist dagegen der nur 6km lange Naturpfad Weltende. Es geht über schmalste und steile Pfade entlang den steilen Hängen der Nister, durch urwüchsige Natur und vorbei an spektakulären Aussichtspunkten.

Wer die Westerwälder Seenplatte entdecken will und für wen Wandern mehr ist, als eine Stunde Spazierengehen, der plant eine Tour auf dem Sieben-Weiher-Weg. Stolze 32km ist die Tour, die alle sieben Teiche der Westerwälder Seenplatte ansteuert und auch weitere Sehenswürdigkeiten wie den Aussichtsturm Helleberg und die Burgruine Hartenfels mit einschließt. Eine kürzere Variante ist der Sechs-Weiher-Weg, der nur die Hälfte des Weges braucht und trotzdem sehr gut die Charakteristik der Westerwälder Seenplatte vermittelt.

Als letzte Empfehlung sei auf die Rundtour durchs Elbbachtal im Gebhardshainer Land hingewiesen. Sie verbindet einen Abstecher zum Besucherbergwerk Grube Bindweide, den Naturlehrpfad Steinebach, das Naturschutzgebiet Rosenheimer Lay und die dicken Steine im Elbbach bei Kausen zu einer schönen Rundwanderung.