Wandern im Hunsrücker Hochwald

Weinhotel Landsknecht
Weinhotel Landsknecht

Der Hunsrück ist Traumschleifen-Land und das gilt ganz besonders für den Hunsrücker Hochwald und damit das Kerngebiet des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Zahlreiche der zertifizierten Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig liegen im Wandergebiet rund um den Erbeskopf (816m).

Da ist natürlich die Traumschleife Gipfelrauschen (7km) zu nennen. Hier zeigt sich die typische Hochwald-Landschaft. Naturnahe Pfade, Stille und als Highlight die begehbare Skulptur Windklang, die bei entsprechender Luftbewegung tatsächlich klingt. Man startet am Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf und kommt u.a. durch das Moorgebiet Ehlesbruch, wo einen Holzbohlen vor nassen Füßen und Einsinken schützen.

Ebenfalls auf dem Dach des Hunsrücks verläuft der Erbeskopf-Gipfelsteig (9km). Markiert ist der Gipfelsteig mit Pfotenabdrücken der Wildkatze, die im Hunsrücker Hochwald noch heimisch ist. Der Gipfelsteig führt u.a. zur Sigfried-Quelle, einem beliebten Wanderziel am Erbeskopf.

Zwische Idarwald und Hunsrücker Hochwald verläuft die Traumschleife Zwischen den Wäldern (11km). Vom Allenbacher Weiher aus geht es durch dichte Wälder mit verschlungenen Pfaden, entlang plätschernder Bäche, über offene Felder und zu wunderschönen Aussichtspunkten.

Die Traumschleife Rund um den Zauberwald (10km) führt durch eben diesen: Ein Erlebniswald mit vielen Stationen, speziell für Kinder interessant. Am Weg liegt auch der architektonisch auffällige Aussichtsturm Hattgenstein mit weitem Blick über den Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Die Traumschleife Börfinker Ochsentour (9km) liegt mitten im Nationalpark. Man wandert südlich des Erbeskopfs ins Moorgebiet Ochsenbruch. Arnikawiesen und Wollgras sind hier charakteristisch. Im Ochsenbruch kann man erkunden, wie ein Hangmoor beschaffen ist. Im Frühling blühen im Trauntal wilde Narzissen und Seidelbast und verwandeln die Landschaft in ein farbenfrohes Spektakel.

Noch ein bisschen weiter südlich im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wandert es sich auf der Traumschleife Trauntal-Höhenweg (13km). Das Name ist Programm, wie wandern hier durchs Traunbachtal und passieren später einige prähistorische Spuren der Kelten.

In den Schnittpunkt von Hochwald und Idarwald führt uns die Traumschleife Köhlerpfad am Steinbach (13km). Auf dem Köhlerpfad umrundet man die Steinbachtalsperre, die als Trinkwasserbevorratung nicht direkt für die Freizeitnutzung angesteuert werden kann. Dennoch lohnt sich das Herumgehen, denn man genießt den ein oder anderen schönen Blick auf die Wasserfläche. Man kann nahe des Klosterhotels Marienhöh in Langweiler starten und auch einen schönen Blick auf die nahe gelegene Wildenburg werfen.

Im Westen des Hunsrücker Hochwalds verläuft die Traumschleife Hunolsteiner Klammtour (11km). Eng windet sich die Dhron zwischen schroffen und bizarren Felspartien unterhalb der Burg Hunolstein der Mosel zu. Spannend sind die Partie durch die Hölzbachklamm und der Abstecher zur einsam gelegenen Walholzkirche.

Links und rechts der Nahe wandert man auf der Traumschleife Nohener Nahe Schleife (12km), die 2015 zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands gewählt wurde. Die Nohener Nahe Schleife ist übrigens derzeit die einzige der über hundert Traumschleifen, die man auch per Bahn erreichen kann. Nohen hat einen Bahnhof an der Nahetalbahn von Bingen über Bad Kreuznach nach Saarbrücken.

Natürlich gibt sich auch der Saar-Hunsrück-Steig im Hunsrücker Hochwald die Ehre. Etappe 9 startet im saarländischen Nonnweiler und leitet nach Börfink. Etappe 10 ist dann eine echte Nationalparketappe. Es geht durch den Hochwald über den Erbeskopf nach Morbach, wo Etappe 11 mit Ziel Burg Wildenburg übernimmt.

Die alte Römerstraße vom Rhein zur Mosel ist als Ausoniusweg (gleichzeitig der Hunsrücker Jakobsweg) für Wanderer ausgeschildert. Die dritte Tagestour auf dem Ausoniusweg kommt von Kirchberg und führt nach Morbach. Etappe 4 leitet dann weiter nach Gräfendhron.

Ebenfalls für Kulturinteressierte eine schöne Option ist der Sironaweg, der den Spuren des keltisch-römischen Erbes im Hunsrück folgt. Etappe 4 beginnt in Kempfeld im Idarwald und leitet nach Oberhambach an den Zauberwald. Die Schlussetappe bringt den Wanderer dann nach Hoppstädten im Nahetal.

Länger als alle genannten Wege zusammen ist der Europäische Fernwanderweg E 3, der das Schwarze Meer mit dem Atlantik verbindet. Der E 3 passiert Morbach und führt dann über Langweiler Richtung Erbeskopf und mitten durch den Hunsrücker Hochwald nach Züsch und weiter zur Primstalsperre.

IVW