Wandern im Hagener Tälerkessel

Hagen ist die waldreichste Großstadt in Nordrhein-Westfalen und speziell der Hagener Tälerkessel zwischen Ruhr, Volme und Lenne bietet einige schöne Möglichkeiten, Natur und Kultur zu Fuß zu erkunden. Eine fast perfekte Kombination bietet dafür etwa der Volmehangweg, der 2006 eröffnet wurde. Er startet an der Stadthalle in Emst, führt dann über Eilpe, Delstern und Ambrock rechts der Volme nach Dahl und Priorei bis zum Zielpunkt in Rummenohl.

In Dahl trifft der Volmehangweg auf den Gersteinweg. Dieser Weg wurde als Geschichtspfad angelegt und verbindet in Andenken an den früheren Landrat Friedrich Gerstein Haus Dahl mit Schloss Hohenlimburg. Der Gersteinweg führt über die Volmebrücke in den Kern von Dahl und weiter zum Ribberthof. Am Gerstein-Denkmal vorbei geht es über Hunsdiek und Brechtefeld durch die Nahmer Schweiz schließlich nach Hohenlimburg.

Auch einige der Hauptwanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) führen durch den Hagener Tälerkessel: Zum Beispiel der 142km lange Plackweg mit der Kennung X1, der in Hagen-Delstern startet und nach Brilon und Helminghausen am Diemelsee führt. Oder der Talsperrenweg (X3), der ebenfalls in Hagen beginnt und nach 165km Länge und zehn Talsperren das hessische Biedenkopf erreicht. Noch ein dritter Weg nimmt seinen Ausgang in Hagen, der Robert-Kolb-Weg (X6). Mit seinen 193km Länge gehört er zu den längsten Hauptwanderwegen des SGV und endet in Bad Wildungen.

Im Norden am Hengsteysee touchiert der Höhlenweg X4 das Gebiet auf seinem 76km langen Weg von Witten nach Binolen im Hönnetal. Ebenfalls am Hengsteysee vorbei führt der Rhein-Ruhr-Weg (X9), der auch Schloss Hohenlimburg besucht. Er verbindet auf 168km Länge Dortmund mit Königswinter. Im Süden schließlich berührt der Harkortweg (X17) den Tälerkessel beim Ortsteil Dahl, er führt auf 139km von Werdohl bis nach Düsseldorf.