Wandern für Einsteiger - Wichtige Tipps für erfolgreiche Touren

Mit dem Begriff Wandern verbinden Menschen grundsätzlich Erholung und Entspannung. Fortgeschrittene Wanderer wissen dabei schon, worauf es bei einer erfolgreichen Tour ankommt. Neulinge auf diesem Gebiet unterschätzen dabei oft, dass es mehr braucht als kurze Hosen und neue Sportschuhe.

Ausführliche Wanderungen kosten Kraft und fordern dem Körper ohne die richtige Vorbereitung stark heraus. Die passende Kleidung und Ausrüstung gehören ebenso dazu wie die ausführliche Routenplanung. Jedes Kleidungsstück und Utensil erfüllt seinen Zweck - und sollte den Bedingungen der bevorstehenden Touren in jedem Fall trotzen können.

Vorbereitung und Selbsteinschätzung ist der Schlüssel zum Erfolg

Als Anfänger der Wanderkunst gehören nicht nur unterschätzte Anforderungen zur Kleidung und Ausrüstung zu häufigen Fehlern. Der Schweregrad der Route ist herausfordernder als angenommen und man muss niedergeschlagen auf halbem Weg aufgeben. Steile Anstiege und lange Strecken sollten daher zunächst vermieden werden. Als Richtwert für Einsteiger eignen sich in etwa vier Kilometer Wegstrecke pro Stunde Gehzeit. Sind steile Auf- und Abgänge in der Strecke enthalten, sind zwei Kilometer pro Stunde realistischer. Wer Kletterpassagen zu bewältigen hat, braucht natürlich noch einmal viel länger.

Hier kann beispielsweise ein ähnlicher Grundsatz wie bei der ersten Tour mit dem Fahrrad verfolgt werden. Leichter befahrbare Trekkingräder oder Crossbikes für Männer und Frauen dienen eher dem Einstieg, als steile Strecken mit dem Mountainbike. Die Komfortzone muss nicht sofort und schlagartig verlassen werden. Erst mit der Zeit und Erfahrung sollten etappenweise neue Meilensteine gesetzt werden.

Die richtige Ausrüstung macht’s

Wird es dann nun endlich Zeit für die erste Wanderung, muss mit Sicherheit ein neues Gewand her. Die Schuhe sollten dabei den Anfang machen. Spezielle Wanderschuhe sollten anstelle von Sport-Sneakers zum Einsatz kommen. Die Füße bleiben gesund und die anstrengenden Gehwege können bestens gemeistert werden. Sind die Temperaturen nicht allzu warm, ist eine lange Hose in Kombination eine bessere Variante. Stolpersteine wie Zecken- und Mückenbisse bremsen die Tour somit nicht ein. 

Auch der Oberkörper braucht die richtige Bekleidung. Anstelle des klassischen T-Shirts sind atmungsaktive Unterhemden wohl die bessere Wahl. Neben dem Tragekomfort trocknen sie im Falle von Schweiß auch deutlich schneller aus. Frauen können alternativ auch zu Blusen greifen, um sie bei ansteigenden Temperaturen aufzuknöpfen. Um unvorhersehbaren Veränderungen zu trotzen, muss auch ein Wetterschutz ins Gepäck. Klassische Regen- oder Fleecejacken erfüllen dabei den Zweck. 

Wird sie nicht getragen, kann sie im obligatorischen Wanderrucksack verstaut werden. Darin sollte auch reichlich Wasser, ein medizinisches Versorgungspaket und eine Orientierungshilfe vorhanden sein. Frauen schadet es nicht, auch Tampons einzupacken. Für Notfälle gilt es auch das Handy oder ein anderes Kommunikationsmittel einzupacken.

Sind die Bedingungen passend?

Für erfahrene Bergsteiger und Wanderer wird schlechtes Wetter mit Sicherheit zu einem geringeren Hindernis als für Neueinsteiger. Das vorzeitige Überprüfen der Wettervorhersage darf nicht fehlen und muss in die Selbsteinschätzung einfließen. Gebirgswanderungen und Anfänger vertragen sich tendenziell schlecht. Entweder wird eine andere Strecke gewählt oder auf den nächsten Schönwettertag gewartet.

Während der Wanderung richtig reagieren

Die Selbsteinschätzung ist auch während der Wanderung essenziell. Das körperliche Verlangen nach Pausen sollte erfüllt werden. Auch während des Marsches ist regelmäßiges Trinken unerlässlich. Sollte die Tour mangels Kraft nicht beendet werden können, ist es auch keine Schande, per Telefon den Notfallkontakt zu verständigen.

Bildnachweis: Von Ashim D’Silva [Lizenz] via unsplash.com

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