Wandern auf der Insel Fanø (dänisches Wattenmeer)

Dänemark bietet Wanderern unvergleichliche Naturkulissen und abwechslungsreiche Routen. Sowohl auf dem Festland als auch auf den zahlreichen Inseln gibt es ausgeschilderte Wanderwege und kleinere Wege, die zum Wandern und Verweilen einladen.

Ein ganz besonderes Fleckchen Erde stellt die Insel Fanø dar. Sie liegt in der Nordsee und zeichnet sich vor allem durch die Wattenmeere mit deren Zugvögeln und Robben auf der einen Seite, sowie den schönen breiten Sandstränden und Dünenlandschaften auf der anderen Seite der Insel aus.  

Es gibt eine ganze Reihe wunderschöner Inseln in Dänemark, die meisten von ihnen sind mit einer Brücke oder einem Damm mit dem Festland verbunden. Die Nordseeinsel Fanø hingegen ist ausschließlich mit der Fähre erreichbar und bietet Wanderern zahlreiche Möglichkeiten die Insel per Fuß zu erkunden. Viele halten Fanø für die schönste Insel Dänemarks, aber welche Vorzüge bietet die Insel wanderlustigen Besuchern genau?

Abwechslungsreiche Dünenlandschaft lädt zum Wandern ein

Festes Schuhwerk ist unabdingbar für den perfekten Wanderurlaub auf Fanø. Die abwechslungsreiche Dünenlandschaft lädt zu zahlreichen, ausgiebigen Wanderungen ein. Neben drei markierten Hauptrouten gibt es auch viele kleinere Wanderwege, die teilweise auch ins Innere der Insel führen. So lässt sich die gesamte Insel zu Fuß abwandern und in all ihren unterschiedlichen Facetten kennenlernen. Zunächst einmal die drei Hauptrouten:

Dünenroute

Die Dünenroute führt 3,5 Kilometer über zahlreiche Dünenhügel entlang der Dünenseen und Moore. Die insgesamt etwa 150 ha große Fläche, welche teilweise durchwandert wird, gibt Einblicke in die Ursprünglichkeit der Insellandschaft.

Vogelkojenroute

Es gibt drei unterschiedliche Routen, die hier durch ein 200 ha großes Naturschutzgebiet führen. Je nach Verfassung oder Stimmung steht ein Wanderweg mit 2,5, einer mit 3,5 und einer mit 5,5 Kilometer Wegstrecke zur Verfügung. Zahlreiche Aussichtspunkte laden auf diesen Wegen zum Verweilen ein und bieten einen unvergleichlichen blick auf das Wattenmeer, die Dünenlandschaft und die Marschwiesen. Dass es hier zahllose Vogelarten zu beobachten gibt, lässt bereits der Name der Route vermuten.

Paelebjerg-Route

Auf dieser Route stehen ebenfalls unterschiedlich lange Wanderwege mit Längen von 1,5 bis 4 Kilometer zur Verfügung. Von der Erhöhung des Paelebjergs, dem höchsten Berg der Insel hat man einen unvergleichlichen Ausblick über Fanoe, hier kommt die ursprüngliche Naturkulisse besonders gut zum Ausdruck.

Wanderwege auch abseits der Hauptrouten

Wer es ein wenig ruhiger mag, findet in den zahlreichen teilweise unbeschilderte Wanderwege, die sich rund um die Insel erstrecken. Die abwechslungsreiche Naturlandschaft bietet Heidegebiete, Strände, Strandwiesen, Wälder, bewachsene Sandgebiete sowie Dünengebiete mit Dünenseen und machen Wanderungen zu einem ganz besonderen Erlebnis. Besonders erwähnenswert sind beispielsweise folgende zwei Wanderwege:

Wanderweg durch Gronningen

Anfangspunkt dieser Route ist der Fährhafen. Auf insgesamt rund 5 Kilometern gelangt man über die Bunkeranlage Flak Nord durch ein beschauliches Waldstückchen und anschließend über den Kikkeberg wieder zurück.

Wanderweg auf dem Soeren Jessen Sandgebiet

Dieser Wanderweg erstreckt sich auf etwa 7 Kilometern  durch die einsam gelegene nördliche Ecke der Insel. Angesichts der weiten Strände fühlt man sich zeitweise fast wie in einer Wüste, bei starkem Wind sollte diese Tour aber nicht angetreten werden, da die Gefahr von Hochwasser und Sandtreiben besteht.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Wanderwege, die sich sowohl für erfahrene Wanderer als auch für Anfänger eignen. Um die Insel auch vollumfänglich erkunden zu können, reicht ein Tag keinesfalls aus. Es bietet sich also an zumindest einige Tage, bestenfalls eine Woche zu bleiben um die Schönheit der Insel nicht nur auszugsweise kennenzulernen. Es bietet sich daher an, ein Ferienhaus auf Fanoe zu mieten, von denen zahlreiche das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu einem Hotel bieten die Ferienhäuser einen wesentlich flexibleren und privateren Aufenthalt, was sich gerade für wander begeisterte Naturliebhaber bezahlt macht.

Facettenreiche Landschaft zu jeder Jahreszeit

Die Natur auf Fanoe ist besonders abwechslungs- und facettenreich. Wer Urlaub in einem Ferienhaus auf der Insel macht, hat die Möglichkeit diese in aller Gänze kennenzulernen. Neben ausgiebigen Wandertouren und langen Strandspaziergängen bietet die Insel auch zahlreiche Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen oder im Meer zu baden. Ruhe und Entspannung sind zudem garantiert, denn großartiges Entertainment ist auf der Insel kaum zu finden. Weder Partymeilen noch Diskotheken befinden sich auf der Insel, was sie besonders auch für Familien oder Naturliebhaber attraktiv macht.

Fanø bietet sich ganzjährig für einen wundervollen Urlaub an. Im Frühling lassen sich die ersten warmen Sonnenstrahlen bei ausgedehnten Spaziergängen genießen, auch die goldene Jahreszeit bietet unvergleichliche Naturschauspiele. Während der Sommermonate finden sich wohl die meisten Gäste auf der Insel ein, doch auch im Winter bietet die Natur eine eindrucksvolle Winterlandschaft.

Bildnachweis: Von IMBiblio [CC BY-SA 2.0] via Wikimedia Commons

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