Wandern am Lago Maggiore, schlafen in einer Ferienwohnung: ein perfektes Team

Der Lago Maggiore liegt an der Grenze zwischen den Alpen und der Poebene. Ein Teil des Lago Maggiore gehört zum Schweizer Tessin, der andere zum Piemont und der Lombardei in Italien. Er ist zudem mit einer Länge von 66 Kilometern, einer Breite von bis zu 12 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 370 Metern der zweitgrößte See Italiens. Das Gewässer besticht sowohl durch alpine als auch mediterrane Einflüsse.

Direkt am See kann man das ganze Jahr über wandern, weiter oben im Gebirge startet die Saison ab Ostern. Wir stellen Ihnen einige Wanderwege unterschiedlicher Niveaus vor.

Leichte Tour: Wanderung zum Cimetta (11 Kilometer)

Ausgangspunkt der 11 Kilometer langen Tour ist entweder die Bergstation Cimetta oder die Talstation Cardada. Zum Aufstieg kann man die Seilbahn benutzen. Oben wartet dann ein wunderbares Panorama. Wer fleißig ist und lieber läuft, der erreicht den Gipfel in etwa 3,5 Stunden. Bequeme Höhenwege und kurze, steilere Aufstiege wechseln sich hier immer wieder ab. Unterwegs gibt es genügend Hütten und Gaststätten zur Einkehr. Außerdem eignet sich die Tour auch bestens für Familien mit Kindern.

Leichte Tour: Wanderung am Ostufer (14 Kilometer)

Los geht es am Dorf San Nazzaro, das mit dem Schiff von Ascona oder Locarno aus angesteuert werden kann. Die imposante Wanderung führt über 5,5 Stunden unter anderem an pittoresken Wasserfällen vorbei und oft auch durch den schattigen Wald. Insgesamt bestreitet man dabei rund 730 Höhenmeter. Man hat von den Anhöhen aus immer wieder fantastische Ausblicke auf den See.

Mittelschwere Tour: Wanderung zum Monte Gridone (12 Kilometer)

Eine Wanderung zum Monte Gridone verspricht jede Menge Bergluft. Allerdings sollte man für diese Tour keine Höhenangst haben und auch schwindelfrei sein. Denn in knapp 6,5 Stunden werden 12 Kilometer und satte 1150 Höhenmeter bis zum Gipfel bewältigt. Oben angekommen genießt man dafür aber fantastische Aussichten über den See bis hin zum Monte Rosa. Startpunkt der Tour ist das das auf 1067 Metern gelegene Cortaccio.

Mittelschwere Tour: Wanderung auf den Pizzo Leone (12 Kilometer)

Mit der Seilbahn erreicht man von Verdasio aus das schöne Rasa. Das im Centovalli gelegene Dorf ist autofrei und so führt keine Straße dort hinauf. Man passiert schattige Wälder und sonnige Bergwiesen auf dem Weg von Rasa nach Richtung Monti/Termine. Auf 1499 Metern wartet oberhalb der Alpe di Naccio das erste Gipfelkreuz. Auf einem schmalen Pfad mit einem traumhaften Blick auf den Lago Maggiore geht es weiter zum Pizzo Leone mit seiner grandiosen Aussicht auf den See, die umliegenden Berge und Rasa. Für die 12 Kilometer lange Tour benötigt man knapp 5 Stunden.

Schwere Tour: Zum Gipfel des Gambarogno (12,5 Kilometer)

Wer den Gipfel des Gambarogno hoch über Ranzo besteigt, sollte über viel Ausdauer verfügen. In knapp 7 Stunden werden rund 1830 Höhenmeter im Aufstieg bewältigt. Startpunkte sind Ranzo oder Caviano. Beide Orte sind per Bus, Bahn und Schiff gut erreichbar. Die Wanderung eröffnet spannende Einblicke in das traditionelle Almleben. So empfielt es sich beispielsweise auf der Alpe Cedullo einzukehren. Für all jene, die nicht die gesamte Tour in einem bewältigen können bieten sich die Selbstversorgerhütte Rifugio Alpetto die Caviano und das Rifugio S. Anna zur Übernachtung an.

Schwere Tour: Wanderung zur Cima di Sassello (10 Kilometer)

Im Aufstieg geht es zunächst von Monti della Motta über Monti di Gola Secca und die Alpe di Foppiana zum Bergrücken der Forcarella. Dort erreicht man den Felszahn des Sassariente. Hier erwarten den Wanderer idyllische Ausblicke. Weiter geht es an der muraglia polacca, einer Mauer. Der Aufstieg wird mit einem Panorama belohnt, das die Bündner, die Tessiner und die Walliser Alpen sowie die Magadinoebene und den Lago Maggiore zeigt. Vom höchsten Punkt geht es zunächst wieder auf der Mauer nach unten. Dann wechselt man auf einen steilen Pfad, der nach Monti della Gana hinabführt. Von dort kehrt man auf der schmalen Bergstraße zurück. Für die 10 Kilometer lange Strecke benötigt man etwa 5,5 Stunden.

Natürlich stellt sich bei einer Reise an den Lago Maggiore auch die Frage einer Unterkunft. Es gibt es dabei vielfältige Angebote am und um den See. Besonders der Aufenthalt in einer Ferienwohnung kann sich hier lohnen. Denn in einer Ferienwohnung bietet sich ein besonders heimeliges Umfeld mit vielen Vorzügen. So können Mahlzeiten gemeinsam zubereitet werden. Zudem hat man in der Wohnung auf Zeit die Möglichkeit, das Beieinandersein besonders zu genießen, aber auch getrennte Bereiche zu beziehen. Das tut gerade Familien mit Kindern gut. Man kann tageweise oder wochenweise mieten und so nach individuellen Ansprüchen urlauben. Darüber hinaus verfügen viele Ferienwohnungen über einladende Balkons und Terrassen oder sogar über großräumige Gartenflächen. Hier lässt es sich dann bestens von einer ausgedehnten Wandertour entspannen.

Bild von minree auf Pixabay

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