Wandern am Bostalsee

Der Bostalsee ist das touristische Herzstück im Sankt Wendeler Land. Er ist ein guter Startpunkt für Wanderungen links und rechts der Blies, die bei Selbach entspringt und dann durch St. Wendel südwärts Richtung Saar fließt.

Die Schaumberg-Tafeltour (12km) führt von Tholey hinauf auf den Schaumberg (569m), den Hausberg des Saarlands. Vom Schaumbergturm genießt man den weiten Blick über das Sankt Wendeler Land bis in den Hunsrück im Norden und die Vogesen im Süden. Unterwegs – wir sind auf einer Tafeltour – passieren wir dabei zwei gute Adressen für die kulinarische Stärkung.

Bei Selbach entspringt die Nahe, ein 125km langer Fluss, der in Bingen in den Rhein mündet. Der Nahequelle-Pfad (6km) ist eine leichte Rundwanderung, die uns das Quellgebiet der Nahe näherbringt. Der Weg beeindruckt durch eine abwechslungsreiche Wegeführung mit Erlebnisstationen für Kinder. Ein großer Teil des Saarlandes ist von der Höhe des Sengert (500m) zu überblicken.

Die Traumschleife Dollbergschleife (11km) bringt uns in den Südzipfel des Nationalparks Hunsrück-Hochwald zum Dollberg (695m), dem höchsten Gipfel im Saarland. Man ist hier auf der Spur der Kelten und der schwer schuftenden Ahnen unterwegs. Insbesondere am Ringwall Otzenhausen will man sich kaum die Rückenschmerzen ausmalen, die man womöglich vom Steineschleppen hatte. Dann lieber den Blick über die Primstalsperre schweifen lassen und sein Picknick auspacken!

Südlich der Primstalsperre wurde im September 2015 eine weitere Traumschleife im Nationalpark Hunsrück-Hochwald gelegt, nämlich die Traumschleife Hubertusrunde (10km). Die Hubertusrunde startend in Nonnweiler, umrundet den Kahlenberg (564m), führt durch Bachtäler und am Kloppbruchweiher vorbei sowie in den Beritt von Otzenhausen.

Die Gemeinde Namborn hat als Wahrzeichen die Liebenburg mit dem Aussichtsturm. Vom Turm der Burg hat man einen schönen Ausguck und hier führt der Schmuggler-Pfad (13km) längs, der am Fuße der Liebenburg am Schützenhaus in Hofeld-Mauschbach beginnt. Es geht im Uhrzeigersinn entlang von Grenzsteinen, die der aufmerksame Wanderer entdeckt, da sie sich teilweise im Gebüsch verbergen. Etwa so geduckt, wie der Schmuggler im Wald auf dem Routensymbol. Auf den Seiten, wo das S auf dem Grenzstein ist, war Saarland, dort wo das D ist, lag das Deutsche Reich.

Der Wendelinus-Pilgerweg (15km) führt als Streckenwanderweg von St. Wendel nach Tholey. Der Wendelinus-Pilgerweg beginnt an der Wendelinusbasilika, die man sich ansehen sollte. Hier liegen die Gebeine des heiligen Wendelin. Der Weg durchstreift das Freizeitgelände des Wendelinusparks. Man durchwandert das Alsbachtal mit Blick auf Tholey. Als letztes Highlight auf der Strecke wartet die Abteikirche St. Mauritius in Tholey. Möchte man zum Startpunkt der Wanderung zurück, kann man am Rathausplatz in Tholey die Buslinie R4 nutzen, die stündlich nach St. Wendel verkehrt.

Auf die Spuren der Biber im Sankt Wendeler Land begibt man sich auf dem Biberpfad (19km). Man startet nahe der Biberburg, einem Schullandheim und Naturerlebniszentrum in Berschweiler. Durch Wald und über Pfade geht es über die Höhe im Bärenbest und wieder hinunter zum Naturschutzgebiet an der Ill. Entlang von Feldern geht es bergan zum Bastberg und dann wieder hinunter zum Rohrbach. Und jetzt kann man sich den Biber bei der Arbeit ansehen. Hier wird nämlich gebaut. Hat man sich die Architektur angesehen, geht es weiter zum Metzelberg mit Aussicht. Abwechslungsreich wandert es sich weiter entlang von Feldern, mal durch Wald und mal wieder mit freier Sicht.

Am Wendelinushof in St. Wendel startet der Tiefenbach-Pfad (15km). Da könnte man sich zunächst ein wenig mit Proviant bepacken, denn der Hofladen bietet regionale Produkte an, auch Essen im Glas zum Beispiel. Auf der Runde liegt in der Nähe von Urweiler ein alter Steinbruch. Die Steine dienten dem Straßenbau und heute liebt Flora und Fauna genau das Klima. Man kommt am Naturdenkmal der Leitersweiler Buchen vorbei. Sie begleiten einen ins Tiefenbachtal und dort ist ein Bergmannsbrunnen zu sehen, aus dem klares Wasser nach wie vor sprudelt. Eine weitere Landmarke ist der Fledermauskopf mit Aussichten ins Sankt Wendeler Land. Eine Stadtbesichtigung bildet den krönenden Abschluss der Rundwanderung.

Die Weiselberg-Gipfeltour (19km) lädt zur Erkundung von Buchenwäldern, Kerbtälern sowie der Erdgeschichte ein. Dabei geht es auch durch einen Tunnel und das große Eisenbahn-Viadukt ist inbegriffen sowie einige schöne Aussichten. Es geht durch das urwaldähnliche Eulental, durch das der Leichweilerbach fließt – Wasser und Felsen! Am Weiselberg (570m) liegen dann die Naturdenkmäler Steinerner Schrank, kaum zu übersehen, warum das so heißt. Dann geht es steil bergab und man trifft auf das Steinerne Meer, begegnet einer Hexe und kommt über einen Barfußweg zurück zum Startpunkt am Weiselbergbad.

Der bekannteste Fernwanderweg im Saarland ist der Saar-Hunsrück-Steig und natürlich macht auch er Visite im Sankt Wendeler Land. Etappe 8 beginnt in Reinsfeld im Wadrilltal und leitet durchs Forstelbachtal zur Primstalsperre und zum keltischen Ringwall Otzenhausen. Hier beginnt die neunte Tagestour, die uns über den Dollberg in den Hunsrück führt und dabei fast komplett im Nationalpark verläuft.

Einer der Klassiker im Saarland ist der Saarland-Rundwanderweg. Etappe 7 kommt von Süden her nach St. Wendel. Hier startet die achte Etappe, die uns zum Bostalsee bringt. Etappe 9 leitet weiter nach Nonnweiler und von hier geht es dann in das Hochwald-Vorland nach Weiskirchen.

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