Wandern am Arlberg - welches Equipment ist wichtig?

Tirol ist ein wunderbares Reiseziel für den Sommerurlaub in den Alpen. Tirol bietet eine abwechslungsreiche Urlaubszeit mit vielen Attraktionen und Möglichkeiten. Traumhafte Badeseen, wunderschöne Städte und freilich die Berge mit ihrer scheinbar unberührten Natur sind nur einige Highlights, die es zu sehen gibt.

Gerade sportliche Personen kommen hier besonders auf ihre Kosten und können auf kürzeren oder längeren Wanderungen den Arlberg erkunden. Aber für wen eignet sich der Arlberg als Wanderziel? Ist er familientauglich, für Anfänger geeignet oder nur für Profis? Und welches Equipment ist notwendig? Dieser Artikel klärt auf.

Coole Touren am Arlberg

Es ist nicht einfach, eine gute Tour zu empfehlen. Es gibt am Arlberg schlichtweg viele Möglichkeiten. Die andere Schwierigkeit ist, dass der Wanderer an sich betrachtet werden muss. Wer zum ersten Mal eine Wanderung unternimmt, wird mit komplizierten Profitouren oft überfordert sein. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für Familien. Am Arlberg gibt es steile und komplizierte Stellen, die sich für Kinder nur bedingt eignen. Also ist es am besten, die Touren anders aufzuteilen: 

Wandertour für Familien

Eine wunderschöne Tour, die für die ganze Familie geeignet ist und ungefähr drei Stunden dauert, führt von Oberlech nach Schröcken. Die Höhenwege bieten eine wunderbare Aussicht, ohne zu anstrengend zu sein. Die Route führt über Alpstraßen und Fußwegen über die Glaisbühelalpe und Auenfeldsattel. Durch das Auenfeld führt der Weg nach Schröcken. Familien sollten unbedingt einen Abstecher auf die Fellealpe machen, da es hier einen Wasserfall zu bewundern gibt. Die Strecke lässt sich mit festem Schuhwerk, eventuell einer Regenjacke oder aber Sonnenschutz und leichter Verpflegung bewältigen. Dank der vielen Gasthöfe am Rande der Wege gibt es auch für kleine Wanderer immer ausreichend Verschnaufpausen und die Chance, den Eltern ein leckeres Eis abzuringen.

Wandertour für Einsteiger

Beim Aufstieg auf den Rüfikopf handelt es sich um eine Panoramawanderung, die zwar keine drei Stunden dauert, aber dennoch Kondition erfordert. Dafür ist sie ein geniales Erlebnis und bietet eine Landschaft, die beachtenswert ist. Die Wanderung betrifft den Vorarlberg und führt von Zürs aus über den Güterweg zur Trittalpe, am Monzabonsee vorbei und weiter zum Rüfikopf. Wer oben angekommen ist, kann sich, wie schon auf dem Weg, im Gasthaus mit einem leckeren Essen belohnen. Der Rückweg kann übrigens mit einer Bergbahn bestritten werden.     

Wandertour für Profis

Wie wäre es mit einer Sagenwanderung? Dann wäre der »Grüne Ring« doch etwas. Diese Tour wird als schwer eingestuft, was einmal auf die Länge von über zwanzig Kilometern, aber auch auf die Höhenunterschiede zurückzuführen ist. Wer sich hierher wagt, sollte trittsicher unterwegs sein. Ein Teil der Strecke kann zwischen dem Rüfikopf und Lech mit der Seilbahn bestritten werden. Die Tour beginnt in Lech, führt hinauf auf den Rüfikopf nach Zürs, weiter über den Madlochjoch, zum Zürsersee hinauf bis zum höchsten Punkt. Im nächsten Abschnitt geht es zur Kriegeralpe, hinunter nach Oberlech, bis die Tour wieder am Ausgangspunkt endet. 

Welches Equipment wird benötigt?

Das Equipment richtet sich immer nach der Tour und den Witterungsbedingungen aus. Für kleine und leichte Touren reicht schon ein festes Schuhwerk, welches den Fuß auch auf unebenen Wegen stützt. Dass die Sohle Profil besitzen muss, ist selbstverständlich. Gute Schuhe sind zudem wasserdicht, sodass auch feuchte oder wässrige Passagen überquert werden können. Ansonsten ist auf robuste, dem Wetter angepasste Kleidung zu achten. Und weitere Ausrüstungsgegenstände? Ein Überblick:

  • Rucksack - jeder Wanderer sollte einen Rucksack mit sich führen. Für Familien mit Kindern ist dies ohnehin Pflicht, aber auch so ist es wichtig, ausreichend Flüssigkeit dabei zu haben. Selbst wenn fast jede Tour früher oder später an einem Rasthof vorbeiführt, sollte auch an Proviant gedacht werden. Kein Wanderer kann sagen, ob der Hunger nicht doch zwischendurch eintritt. Tipp: Müsliriegel oder Traubenzucker sind die besten Wanderbegleiter und helfen, wenn es zur Unterzuckerung kommt. 
  • Sonnenschutz - bei schlechterem Wetter denkt jeder Wanderer an Regenequipment, aber auf Sonnenschutz verzichten viel zu viele. Dabei ist die Gefahr eines Sonnenbrands gerade auf den Bergen deutlich höher. Sonnencreme, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung sind Pflicht. 
  • Wanderstock - führt die Tour über unebenes Terrain ist ein Wanderstock keine schlechte Empfehlung. Er unterstützt das Wandern maßgeblich und kann auch mal beim Passieren von Wasserläufen nützlich sein. 
  • Erste Hilfe - einen kleinen Verbandskasten, Kühlgel, Desinfektionsmittel und Blasenpflaster gehören stets mit dazu. 

Was sollten Wanderer sonst noch beachten? 

Gerade Erstwanderer sollten sich von kurzen Routenzeiten nicht täuschen lassen. Einige der einfachen Touren am Arlberg dauern keine vier Stunden, während schwierige Touren einen ganzen Tag dauern könnten. Wer wirklich Freude am Wandern finden möchte, sollte immer klein anfangen und sich nicht direkt überfordern. Sind Kinder mit dabei zählt das natürlich noch doppelt. Und es gibt weitere Punkte, die beachtet werden sollten: 

  • Mitteilung - Wanderer sollten im Hotel Bescheid sagen, wenn sie eine Wanderung allein unternehmen. Hier gilt es, die voraussichtliche Route und Rückkehr mitzuteilen. 
  • Handy - das Handy ist stets mit dabei. Wanderer sollten sich die Notrufnummern direkt einspeichern. 
  • App - für Wanderungen am Arlberg gibt es eine eigene App, die von der Notfallbergrettung Tirol zur Verfügung gestellt wird. Auf Knopfdruck übermittelt die App die genaue Position, sodass die Bergrettung eingreifen kann. 

Grundsätzlich sollten Wanderer an ihre Sicherheit denken. Es braucht nicht einmal hoch hinaufzugehen, es kann auch auf einer der unteren Almen etwas geschehen, das den Rückweg nicht mehr ermöglicht. Wer vorgesorgt hat, kann sich aus der Situation befreien.

Fazit - für jeden etwas dabei

Am Arlberg und am Vorarlberg warten unzählige Wanderrouten für jedes Können und Alter. Etliche der Touren können übrigens auch mit dem Mountainbike bestritten werden. Wichtig ist nur, auf eine geeignete Ausrüstung zu achten und an die eigene Sicherheit zu denken. Wer mitten auf einer Alm umknickt und sich den Knöchel verstaucht, der ist froh, wenn ihm geholfen wird.

Bildnachweis: Von MartinStr [CC0] via Pixabay

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