Walchensee: Über den Fischberg und entlang des Walchensees


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑345m  ↓350m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heute wandern wir auf den Spuren des Münchner Merkur. Der empfiehlt hier eine Wanderung über dem Walchensee. Alsdann machen wir uns auf den Weg, beginnend bei der Waldschänke Niedernach an der Mautstraße von Einsiedl nach Jachenau.

Wir finden den Einstieg auf dem Wanderweg nach Jachenau auch gleich und wandern nun zunächst entlang eines gerade recht trockenen Baches. Bald überschreiten wir den Bach links weggehend (erste Schranke) und überqueren auch die Mautstraße: Der Forstweg hinauf auf den Fischberg beginnt (zweite Schranke). Und es geht auf dem schotterigen Weg auch gleich ordentlich hinauf.

Höhenmeter auf Höhenmeter wird gewonnen, bis es eben wird und wir auf einen weiteren, etwas breiteren Forstweg treffen. Hier wird rechts abgebogen und zunächst weiter auf festem Schotterweg gewandert. Bald wird es grasiger und grasiger und wir erreichen den beschriebenen Jägerstand. Eine felsig-grobe Wegspur finden wir freilich nicht, allerdings sind wir durchaus noch auf einer Art Weg.

Der führt freilich in eine Sackgasse und auch der weitere Versuch, auf einer Spur bleiben zu können, verläuft im Nirwana. Neuer Anlauf oberhalb des Jägerstandes, irgendwie müssen wir nach links oben, „durch junge Nadelbäume und Jägerstände den Südhang hinaufziehen“.Mit viel Phantasie können wir einen Graspfad erkennen – und zwar daran, dass hier das Gras mehr als hüfthoch ist.

Hier arbeiten wir uns nach oben und erreichen tatsächlich den zweiten beschriebenen Jägerstand. Aber von wegen: „Dann auf grasigem Forstweg links leicht steigend durch die kahlen Hänge. Immer aufwärts halten in Richtung eines weiteren Jägerstands“. Und dann schon gar nicht: „Erst unterhalb, dann links neben ihm vorbei und hinauf auf das Gipfelplateau.“ Nicht mal hüfthohes Gras weist uns nun einen “Weg“, trotzdem arbeiten wir uns mühsam nach oben, teils durch Brombeerranken, teils über Altholz. Immerhin: Die Sicht ist wirklich überwältigend.

Insofern haben sich die Mühen doch gelohnt. Schwer tun wir uns freilich wieder, den Abstieg zu finden. Weiterhin kein Weg zu erkennen. Wir schicken Schäferhund Leo voraus, der uns entlang des Waldes und dann in ihn hinein führt. Weiter geht es über Stock und Stein und zwischen Nadelgehölz durch.

Bald erreichen wir eine begehbare Klinge, die wir zu unserem Abstiegsweg küren. Wissend, dass wir vom eigentlich beschriebenen wohl einiges weg sein müssen, wir fühlen uns deutlich südlicher. Egal, runter kommen sie alle, wir garantiert auch. Also weiter die Klinge hinunter, bis wir auf einen Forstweg treffen. Hier biegen wir rechts ab, steigen nun gemäßigter bergab.

Bald biegen wir nach links ab, verlieren weiter an Höhe und sind dann auch schon bald am Walchensee angekommen. Leo haut sich gleich mal in die Fluten, wir erfreuen uns an den tollen Blicken über den Walchensee. Leider sind wir jetzt beim Weitermarsch am Walchensee entlang nicht mehr alleine unterwegs, aber das trübt die Freude nicht. Bald sind wir an der Niedernacher Waldschänke angekommen und unser Wanderkreis schließt sich.

Eine wirklich aussichtsreiche Wanderung war das gewesen und auch eine ein wenig abenteuerliche. Und dann treffen wir auf dem Parkplatz bei der Niedernacher Waldschänke auch noch einen früheren Kollegen aus dem Pforzheimer Rathaus, den es vor vielen Jahren nach Gauting verschlagen hat. Mit ihm und seiner Frau wird viel Altes und Neues eingetauscht und wir begleiten die beiden noch ein Stück am Walchensee entlang Richtung Einsiedl.

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