Urban Hiking: Faszinierende Touren durch den Großstadtdschungel

Wieso müssen Wanderwege eigentlich immer den Berg hinauf, hinunter und wieder hinauf führen? Und überhaupt: Warum befinden sich die interessanten Touren immer ausgerechnet am anderen Ende Deutschlands?

Berechtigte Fragen, die seit dem Urban-Hiking-Trend aber der Vergangenheit angehören. Die Pioniere des Stadtwanderns haben die gesunde Sportart einfach vom Land in die Stadt versetzt. Schließlich sind alte Stadtmauern, moderne Bürokomplexe und hundertjährige Stahlbrücken als Terrain nicht weniger spannend als Berge und Wälder.

Das urbane Wandern hat noch weitere Vorteile. So befinden sich die Sehenswürdigkeiten viel dichter beieinander als in der Natur. Halb gehend, halb flanierend lassen sich in unmittelbarer Nachbarschaft viele faszinierende und bisher unbekannte Orte entdecken. Ziel ist es, die Stadt deutlich intensiver zu erleben. Beim Urban Hiking hat der Wanderer genügend Zeit, um Bauwerke, Großstadtszenen und das Flair der Parks zu erleben. Zeit, die sich im Alltagsstress niemand nimmt und die bei langen Bahnfahrten zu Naturwanderwegen verloren gehen würde.

Zur Ausrüstung eines typischen Wanderers gehören dicke Socken, derbe Schuhe, ein (Loden-)Mantel sowie ein Hut oder eine andere Kopfbedeckung. Marschieren also demnächst Stadtwanderer im Waldschrat-Outfit durch die Einkaufszentren? Natürlich nicht. Denn beim Urban Hiking ist alles ein wenig anders, das gilt selbstverständlich auch für die Kleidung. Bequeme Sneaker statt Wanderstiefel und Jeans statt Funktionshosen kleiden den modebewussten Stadtwanderer. Sie sind nicht nur bequemer, sondern auch wesentlich praktischer.

Das lässige und elegante Outfit passt ins Museum, in die Bar und an jeden anderen Ort der Stadt. Nichtsdestoweniger ist es wichtig, dass die Schuhe nicht nur optisch was hermachen, sondern auch komfortabel zu tragen sind. Wer nicht in seinen normalen Sneakers loslaufen möchte, greift am besten zu sogenannten Multifunktionsschuhen, die perfekte Allrounder für Aktivitäten im Freien sind. Auch sonst ist Komfort wichtig: Für Damen empfiehlt sich beispielsweise eine knöchellange Jeans im Used-Look oder eine Culottes aus Denim. Soll die Hose richtig bequem sein, sind sportliche Jeggings und Treggings eine gute Wahl.

Wer sich explizit auf die Suche nach einer Jeans für Wanderungen macht, sollte auf eine hochwertige Stoffqualität achten, damit der nötige Tragekomfort gewährleistet ist. Nichts ist unangenehmer als eine an den Beinen scheuernde Hose. Eine große Auswahl an Jeans – sowohl in Standard- als auch in großen Größen – gibt es inzwischen in vielen Online-Shops, zum Beispiel bei Peter Hahn. Ansonsten braucht man fürs Urban Hiking nicht viel: Insbesondere in den Sommermonaten sollte man eine Flasche Wasser dabeihaben, außerdem einen gesunden Snack wie Bananen. Schließlich werden auch beim Urban Hiking Kalorien verbrannt, bei normaler Geschwindigkeit sind es etwa 300 kcal pro Stunde.

Dank der zunehmenden Popularität von Urban Hiking findet man mittlerweile tatsächlich Vorschläge für Stadttouren im Internet. Das Praktische daran ist, dass die Wanderer mithilfe der Online-Tipps an Orte in Hamburg, München oder Köln gelangen, die ihnen ansonsten vielleicht verborgen geblieben wären. Ansonsten wird dieser Sport ganz im klassischen Abenteurer-Stil ausgeübt: Einfach den Füßen durch Häuserschluchten, Parks und belebte Bahnhöfe folgen und sehen, was der Tag so bringt.

Bildnachweis: Von Braden Kowitz [CC BY-SA 2.0] via flickr