Dillenburg

Dillenburg

Dillenburg ist seit alters her das städtische Zentrum an der Ostflanke des Hessischen Westerwalds. Es verfügte im frühen Mittelalter über eine der größten Burganlagen Europas, ist Geburtsstätte von Wilhelm von Oranien - dem Befreier der Niederlande - und war im 19. Jahrhundert Drehkreuz des Wirtschaftsraums Lahn-Dill mit der damals größten Gewerbedichte in Deutschland.

Niederscheld

Am Ende des Scheldetals liegt der Dillenburger Stadtteil Niederscheld. Hier mündet die Schelde nach 12km Länge in die Dill. Seit 1604 arbeitete der Schelder Hammer in Niederscheld. Man lebte vom Eisen des Schelder Walds und das ging gut, bis im Zweiten Weltkrieg wegen der großen Industriepräsenz 80% des Ortes zerbombt wurden.

Oberscheld

„Wo der Schelde rote Wasser talwärts ziehn, und am Abend hell die roten Feuer glühn, wo man fleißig sich verdient sein ehrlich Geld, da ist meine Heimat, ist mein Oberscheld“. So heißt’s im Oberschelder Lied.

Dillenburg-Eibach

Am Westrand des Schelder Waldes liegt das ehemalige Bergbaudorf Eibach, das seit 1971 zur Stadt Dillenburg gehört. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in über hundert Gruben rund um Eibach Eisenerz gefördert. 1968 schloss die letzte große Grube – der Königszug. Der Königszug war mit einer Jahresförderung von über 140.000t die größte Eisenerzgrube in Hessen.

Schelder Wald

Im Schelder Wald schlug über Jahrhunderte das Herz des hessischen Eisenlands. Hier trotzten Tausende von Kumpels über Generationen dem Berg den begehrten Eisenstein ab, das Grundmaterial für die Hütten, die im Siegerland und dem Dilltal arbeiteten und für einige Jahrzehnte dafür sorgten, dass die Region zwischen Wetzlar und Siegen das Wirtschaftszentrum Deutschlands war.