Schon gelaufen? 5 Tipps, wie man bekannte Touren immer wieder neu entdecken kann!


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Der Frühling naht und es juckt dir schon in den Fingern und Füßen endlich die Wanderausrüstung aus dem Schrank zu holen und wieder in die Natur abzutauchen? Wir haben fünf Tipps die altbekannten Routen neu zu entdecken.

Die Temperaturen werden wärmer, die Sonne lässt sich öfter blicken und gerade nach einem Winter im Lockdown sehnen wir uns alle danach, endlich wieder raus in die Natur zu kommen. Die Berge und Wälder unserer Umgebung warten bereits auf uns und auch wir können es kaum noch abwarten.

Doch was tun, wenn die Wanderwege, die wir in der Vergangenheit besucht haben, schon langsam zur Gewohnheit werden? Fernreisen sind derzeit nur bedingt möglich, die Auswahl ist also deutlich beschränkter als unter normalen Umständen. Die Natur ist nach wie vor schön, aber langsam hat man sich satt gesehen und die eigenen Füße kennen den Weg bereits blind. Doch das Bedürfnis etwas Neues zu erleben und Abwechslung in die Touren zu bringen, ist groß. Wie kann man also die alt bekannten Routen neu entdecken? Wir haben ein paar Tipps gesammelt:

Mit dem Rad statt zu Fuß

Der einfachste Weg altbekannte Wanderrouten neu zu entdecken ist das Fahrrad. Die Füße mögen die Strecke bereits kennen, doch auf dem Fahrrad sieht alles plötzlich ganz anders aus. Man ist schneller unterwegs, muss gegebenenfalls alternative Routen wählen und kann weitere Strecken zurücklegen. Der Wind im Gesicht und die sich drehenden Räder verleihen allem einen ganz neuen Charme.

Natürlich braucht es für eine Radtour auch die richtige Ausrüstung und in erster Linie ein gutes Rad. In kompetenten Fachgeschäften, wie zum Beispiel dem Radhaus, kann man sich beraten lassen und das passende Rad für die bevorstehenden Abenteuer auswählen. Sobald man im Sattel sitzt, kann es aber auch schon losgehen.

Pilgern statt Tagestour

Die beliebteste Art zu wandern sind natürlich Tagestouren. Morgens früh aufstehen, den ganzen Tag in der Natur verbringen und abends gemütlich, erschöpft und glücklich in den eigenen vier Wänden zur Ruhe kommen. Wer sich jedoch dafür entscheidet, mehrere Tage am Stück zu wandern, kann sich auf ein ganz neues Erlebnis gefasst machen.

Längere Wandertouren sind oft bereits vorab buchbar, so dass man sich nicht um Unterkünfte oder Transfers kümmern muss. Eine viel interessantere Art dieser Mehrtagestouren ist jedoch das Pilgern.

Selbst für diejenigen, die den christlichen Glauben nicht aktiv praktizieren oder eine andere Religion haben, kann es ein erhellendes Erlebnis sein. Das achtsame, mehrere Tage andauernde Wandern entlang schöner Strecken und anhand alter, mit Sorgfalt ausgewählter Routen und Rastmöglichkeiten in kleinen Hotels oder Klöstern, hält viele Überraschungen und neue Erkenntnisse parat. Nicht umsonst ist der Jakobsweg einer der berühmtesten Wanderrungen überhaupt. Es gibt jedoch auch kleinere, weniger besuchte aber mindestens genauso schöne regionale Pilgerrouten, wie zum Beispiel im Pfaffenwinkel in Bayern oder der Mecklenburgischen Seenplatte in Schleswig-Holstein.

Rückwärts gehts auch

Ein einfacher Trick, die Lieblingsroute mit neuen Augen zu sehen, ist, sie rückwärts zu gehen. Eine einfache Methode, die jedoch oft vergessen wird. Fast jeder Wanderweg kann von zwei Seiten erwandert werden. Die meisten von uns entscheiden sich jedoch für die immer gleiche Richtung oder den immer gleichen Startpunkt. Beginne nächstes Mal einfach mit dem Endpunkt der Wanderung und laufe zurück. Es ist erstaunlich, wie viel wir neu entdecken, wenn wir einfach mal die Perspektive wechseln.

Gemeinsam mit einem Wanderleiter

Dank digitalem Equipment wie einem GPS-Gerät ist es mittlerweile mehr als einfach, sich auf eigene Faust aufzumachen und alleine die Natur zu erkunden. Für viele Wandergebiete gibt es jedoch auch erfahrene Wanderleiter, die einem ganz neue Seiten der Routen aufzeigen können. Sie sind ausgebildet, jedes Detail der Umwelt zu kennen und erzählen liebend gerne Geschichten für die Region und die Menschen die hier leben und wandern. Mit einem Guide an der Seite lernt man nicht nur mehr für die Pflanzen, die Region und die Geschichten des Wanderwegs, sondern hat auch fantastische Unterhaltung während man unterwegs ist. So vergeht die Zeit wie im Flug und am Ende kommt man deutlich bereicherter an als nach einem Solo Trip.

Erlebniswanderungen

Vor allem mit Kindern sind Erlebniswanderungen eine hervorragende Möglichkeit, das Wandern interessant und mit kleinen Abenteuern zu gestalten. Infotafeln, spielerische Elemente oder kleine Herausforderungen lassen verschiedene Wanderwege zu einem abwechslungsreichen Unterfangen werden. Es gibt jedoch auch Erlebniswanderwege für Erwachsene, zum Beispiel der Bierwanderweg in Ehingen, der an mehreren historischen Brauereien Halt macht und eine Audio-Tour anbietet. Dies ist jedoch nur ein Beispiel von vielen, da Erlebniswanderwege immer beliebter werden und fast überall im deutschsprachigen Raum zu finden sind.

Mit kleinen Tricks wie diesen kann man auch die Region, die man dachte auswendig zu kennen, neu entdecken und trotzdem zu einem Abenteuer machen. Ob durch Wanderleiter, mehrtägiges Pilgern oder die Abwechslung mit dem Rad, es gibt viele Möglichkeiten eine neue Perspektive einzunehmen und alt bekanntes neu zu erleben.

Bildnachweis: Von Kay Liedl [Lizenz] via unsplash.com


Dieser Artikel ist im Ressort Planung und Vorbereitung erschienen.
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