Schöffengrund

Am Nordwestrand des Hochtaunus liegt eingebettet zwischen den Tälern des Solmsbach und des Wetzbach der Schöffengrund. Nur wenige Kilometer sind es bis zur alten Reichsstadt Wetzlar, die sich nördlich anschließt. Landschaftlich ist der Schöffengrund durch Hügel, Wiesen und Wälder geprägt. Die höchste Erhebung des Schöffengrunds ist der Köhlerberg (425m) im Süden von Oberwetz. Von hier hat man eine rundum gute Sicht auf die umliegenden Orte und hinein in den Hochtaunus rund um den Großen Feldberg (881m).

In seiner jetzigen Zusammensetzung mit den Dörfern Laufdorf, Schwalbach, Niederwetz, Niederquembach, Oberquembach und Oberwetz existiert die Gemeinde Schöffengrund erst seit 1972. Doch schon die Kelten und Gerüchten zufolge zuvor sogar einige Steinzeitbauern entdeckten den Schöffengrund für sich und ließen sich hier nieder.

Die Kelten waren wohl auch die ersten, die das Erzvorkommen entdeckten. Demnach findet man hier auch einige Schächte und Gruben, die zum Abbau der Erze verwendet wurden. Die Grube Laubach in Laufdorf wurde noch bis 1962 bewirtschaftet.

Geografisch grenzt der Schöffengrund im Norden an Wetzlar, im Westen und Süden an das Solmser Land sowie im Osten an das Hüttenberger Land. Einige der Ortsgemeinden im Schöffengrund existieren weit länger als tausend Jahre.

Auch der Name Schöffengrund hat eine historische Bedeutung. Er stammt aus der Zeit des Quembacher Gerichts, einem alten Gerichtsbezirk. Die Mahlstatt – der Gerichtssitz – lag an der alten Linde, die noch heute in der Usinger Straße in Oberquembach steht. Hier trafen sich die Schöffen, um Gericht über die Übeltäter zu halten.