Sülztal

Eingerahmt vom Agger-Bergland, dem Dhünntal, der Paffrather Mulde und dem Wippertal liegt im Herzen des Oberbergischen Lands das Sülztal auf dem Gebiet der Gemeinden Kürten und Lindlar. Namensgebend für das Sülztal ist die Sülz mit ihren beiden Quellflüssen Kürtener Sülz und Lindlarer Sülz. Rechnet man ihre Länge von der Quelle der Lindlarer Sülz aus, legt die Sülz 49km zurück, bevor sie bei Lohmar in die Agger mündet. Damit ist die Sülz der wichtigste Zufluss der Agger, die ihrerseits über die Sieg in den Rhein entwässert.

Die knapp 21km lange Kürtener Sülz entspringt auf 305m ü. NN bei Klingsiepen und fließt auf 126m ü. NN bei Hommerich mit der Lindlarer Sülz zur Sülz zusammen. Der Flusslauf ist bei einem kleinen Stausee nahe Junkermühle unterirdisch über einen Stollen mit der Großen Dhünntalsperre verbunden. Im Bereich des Wandergebietes Sülztal fließt der Kürtener Sülz der Olpebach zu, mit 7km Länge ihr größter Zufluss.

Die Lindlarer Sülz entspringt auf 387m ü. NN nahe Marienheide und fließt über fast 24km der Kürtener Sülz zu, mit der sie ab Hommerich gemeinsam die Sülz bildet. Nach dem Zusammenfluss mündet der Lennefer Bach in die Sülz, der mit 14km einer der wichtigsten Zuflüsse der Sülz ist.

Südlich versetzt verläuft etwa parallel zur Lindlarer Sülz die Leppe, die damit grob die Grenze zum Agger-Bergland markiert. Die Leppe entspringt bei Marienheide und fließt auf 19km der Agger zur, die sie bei Engelskirchen erreicht. Das Leppetal war um 1900 eine Hochburg der Erzverarbeitung; einige Edelstahlwerke sind bis heute erhalten. Bis 1958 durchquerte die historische Leppetalbahn das Flusstal.

Ein weiteres wichtiges Gewässer im Sülztal ist die Große Dhünntalsperre, die den Übergang zum Dhünntal bildet. Die Große Dhünntalsperre ist mit einer Fläche von 440ha die größte Trinkwassertalsperre im Westen Deutschlands und versorgt rund eine halbe Millionen Menschen mit Wasser.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Sülztal zählen sicherlich das Bergische Freilichtmuseum und Schloss Heiligenhoven. Viele Kirche und Kapellen prägen das Sülztal, z.B. die St. Severin Kirche in Lindlar und die St. Johannes Baptist Kirche in Kürten. Im Naturschutzgebiet Steeger Berg findet man noch Waldmeisterbuchenwälder. Über ein altes Eisenbahnviadukt der Sülztalbahn kann man heute spazieren gehen. Auf Schloss Georghausen lässt sich eine Runde Golf spielen und an der Burgruine Eibach kann man vergangenen Zeiten nachhängen.