Rundwanderweg St. Michaelisdonn – Route und Vorbereitungen

Dithmarschen in Schleswig-Holstein hat für Wanderer viel zu bieten. Das platte Land erlaubt es auch ungeübteren Menschen, recht große Strecke zurückzulegen, zumal es viele Wandermöglichkeiten gibt. Der Rundwanderweg St. Michaelisdonn ist eine der wunderbaren Routen, die wirklich mal genutzt werden sollten. Dieser Artikel verrät die Details rund um die Route und klärt auf, was für solch einen Ausflug wichtig ist. 

Vorbereitungen: Wanderungen benötigen Planungen

Wie sollte man sich eigentlich auf eine Wanderung vorbereiten? Nicht jeder Tourist im hohen Norden ist des Wanderns geübt, zumal bietet das »platte Land« durchaus die Gefahr, es komplett zu unterschätzen. Jeder ahnt, dass eine Bergwanderung oder eine Wanderung durch Wälder schwierig und anstrengend ist, aber in Gebieten, in denen der Deich das Äquivalent zur Zugspitze ist, wird die Anstrengung häufig missachtet. Dabei ist sie gleich mit dabei: Je nach eigener Verfassung ist eine Wanderroute von fast 30 Kilometern faktisch ein Gewaltmarsch. Daher kommt es auf eine gute Vorbereitung an:

  • Gepäck – es sollte niemals zu schwer sein, doch ebenso nicht zu leicht. Das wichtigste Gepäckstück ist Wasser. Gerade an wärmeren Tagen – aber auch bei Wind –, ist Wasser unbedingt notwendig. Tipp: Wenn das Gepäck mit mehreren Wasserflaschen zu schwer wird, sollte vorab auf der Route markiert werden, wo sich Supermärkte oder auch eine Tankstelle befinden. Und: Um das Durstgefühl wassersparend zu löschen, hilft es, beim Trinken zuerst den Mund auszuspülen und so die Schleimhäute zu benetzen. Erst im Anschluss wird das Wasser geschluckt.
  • Verpflegung – entlang der Route gibt es etliche Möglichkeiten, um einzukehren. Dennoch sollten kleinere Snacks mitgenommen werden. Eine Dose mit Obstsalat erfrischt und bietet wieder Flüssigkeit, Müsliriegel sättigen und bieten Zucker. Sinnvoll ist es, stets Traubenzucker mit dabei zu haben. Kippt der Blutzuckerspiegel, treibt ihn der Traubenzucker schnell nach oben.
  • Schuhe – niemals, wirklich niemals sollten neue Wanderschuhe oder neue Schuhe generell auf einer Wanderung ausprobiert werden. Wanderer sollten stets die Schuhe zu Hause einlaufen. Denn selbst die Fußbekleidung, die im Geschäft oder bei den wenigen Schritten in der Wohnung noch bequem erscheint, kann nach einigen Kilometern zur Qual werden. Blasenpflaster sind dennoch im Gepäck mitzuführen.
  • Notfallapotheke – auch sie gehört ins Gepäck. Es gibt wunderbar kleine Täschchen, die die wichtigsten Hilfsmittel enthalten. Pflaster, Kompressen, Mullbinden und vielleicht eine Stützbandage sind sinnvoll. Je nach Jahreszeit kommen auch Insektensprays und Mittel, die Stiche beruhigen, mit in die Tasche.
  • Smartphone – die meisten Menschen haben es ohnehin mit dabei, dennoch wird es hier aufgeführt. Wichtig ist, auf einen gut gefüllten Akku, das Ladekabel und eventuell ein Akkupad zu achten. Auf dem Land ist das Handynetz oft nicht stark und das ständige Suchen nach einem ordentlichen Netz zieht viel Strom. Die Akkulaufzeit kann sich gut halbieren. 

Zusätzlich sollte die Strecke genau vorgeplant werden. Damit ist nicht allein der Weg gemeint – der übrigens auch offline verfügbar sein sollte –, sondern auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten oder Gasthöfe entlang des Weges. Wer diese Punkte markiert, dem geht auch das Wasser nicht aus oder der vergisst nicht diese eine Sehenswürdigkeit, die eigentlich unbedingt besichtigt werden sollte.

Die letzte Vorbereitung betrifft nicht allein Wanderungen, sondern sollte von jedem berücksichtigt werden: Medikamentenpass. Ob er als echter Pass mitgenommen wird oder in Form eines lesbaren Zettels in der Geldbörse, oder als Sperrbildschirm auf dem Handy, ist egal. Wichtig ist nur, dass bei einem Notfall Ersthelfer und auch Sanitäter zuverlässig erfahren, welche Medikamente eingenommen werden. Dies ist nicht allein aufgrund möglicher Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen wichtig, das ist auch wichtig, damit Ersthelfer korrekt reagieren können. Unterzuckerung kann auf Außenstehende stark betrunken wirken. Die lebensnotwendige Hilfe wäre direkt im Rucksack, doch wie sollten etwaige Helfer darauf kommen, nach Traubenzucker zu schauen, wenn sie nirgendwo den Hinweis haben, dass eine Zuckerkrankheit besteht?

Hinweis: Der Rundwanderweg St. Michaelisdonn ist trotz seiner Länge für Wanderer eher ein geringerer Schwierigkeitsgrad. Geht es allerdings auf längere Touren über mehrere Tage in der Natur, sollten sich Wanderer auch Gedanken um ihren Unfallschutz machen. Gute Unfallversicherungen wie die der Gothaer kosten nicht viel, zahlen aber im Fall einer Invalidität durch einen Unfall entsprechende Invaliditätsrenten. Wer bereits eine BU-Versicherung nutzt, benötigt diese natürlich nicht.

Der Rundwanderweg St. Michaelisdonn

Die Route wird schon als Nummer 1 bezeichnet und das hat viele Gründe. Sie führt über eine Länge von 27,5 Kilometern und bietet gerade Naturfreunden eine wunderbare Zeit. Einige Fakten rund zur Route:

  • Beginn - sie startet in Eddelak, genauer gesagt in der Schulstraße 18. Als Rundwanderweg endet sie auch hier. Es ist natürlich auch möglich, anhand der Wegbeschreibung an anderen Positionen zu beginnen.
  • Schwierigkeitsgrad - durch die Länge wird der Schwierigkeitsgrad mit 60/100 Punkten angegeben, alternativ mit 5/10. Insgesamt müssen 128 Höhenmeter bewältigt werden. Die Steigungen fallen kaum ins Gewicht.
  • Sehenswürdigkeiten - es heißt: Wandern auf den Spuren der Geschichte. Die Gemeinden Eddelak, Ramhusen, die Stadt Brunsbüttel, die Gemeinden Dingen, Kuden und Averlak - sie alle reichen geschichtlich weit zurück und stammen noch aus der Zeit des Römischen Reiches. Schon aus diesem Grund sind sie eine Besichtigung wert. St. Michaelisdonn bietet eine durchaus abwechslungsreiche Landschaft, denn hier wechselt die Marsch zur Geest. Das Naturschutzgebiet Kleve in Dithmarschen ist ein Paradies für Naturfreunde. 

Die Route ist sehr gut ausgeschrieben. An vielen Stellen ist es durchaus möglich, einige Kilometer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Zudem gibt es auf der Strecke viele Möglichkeiten, um sich auszuruhen oder auch bei Speis und Trank zu kräftigen. Der Rundwanderweg ist keine reine Wanderroute, wer es wünscht, kann sie auch mit dem Fahrrad bewältigen.

Fazit – gut vorbereitet auf die wunderschöne Tour

Die Vorbereitung sollte natürlich bei jeder Wanderung gut durchdacht sein. Der Rundwanderweg St. Michaelisdonn ist jedoch aufgrund seiner Länge keine allzu leichte Tour, sodass sich gerade ungeübte Wanderfreunde gut vorbereiten und absichern sollten. Dazu zählt auch, notfalls im Hotel Bescheid zu geben, wohin der Weg an diesem Tag führen wird. Auch lohnt sich die Überlegung, vielleicht eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder wenigstens eine Unfallversicherung abzuschließen. Natürlich soll nie etwas geschehen, doch wenn der Ernstfall eintritt, ist es gut, sich abgesichert zu haben.

Bildnachweis: Von Hariton [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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