Renneroder Hochfläche

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Das Dach des Westerwalds liegt nördlich der Stadt Rennerod. Hier auf den Basalthochflächen des Hohen Westerwalds erhebt sich mit der Fuchskaute (657m) der höchste Gipfel des Westerwalds. Nicht weit entfernt liegt der Salzburger Kopf (653m), die Nummer Drei der Berge im Westerwald.

An der Fuchskaute entspringt die Nister, die mit einer Länge von 64km der zweitlängste Fluss im Westerwald ist. Als kleiner Bach schlängelt sich die Nister auf ihren ersten Metern durch die Renneroder Hochfläche, um dann die Marienberger Höhe zu erreichen und weiter westlich das Gebiet der Kroppacher Schweiz zu prägen, bevor sie bei Wissen in die Sieg mündet.

Landschaftlich war die Renneroder Hochfläche über Jahrhundert recht kahl. Wiesen und Weiden dominierten. Das änderte sich erst im frühen 19. Jahrhundert durch den ehemaligen Regierungsrat Dr. Wilhelm Albrecht. Gebürtig in Rothenburg ob der Tauber studierte Albrecht Land- und Forstwirtschaft und nahm 1817 das Angebot der Regierung des Herzogtums Nassau an, in Idstein im Taunus ein landwirtschaftliches Institut zu gründen.

Aufgabe des Instituts war die Modernisierung der Landwirtschaft. Wilhelm Albrecht erkannte schnell als eine Ursache für die geringen Ernteerträge im Westerwald den Wind, welcher über die damals kahlen Hochflächen fegte und die Bodenkrume forttrug. Zum Schutz der Ackerflächen vor dem Wind ließ er die so genannten Schutzhecken (Streifen aus Fichtenanpflanzungen) anlegen, die heute die Landschaft der Renneroder Hochfläche charakterisieren. Zu Ehren Wilhelms Albrechts wurde 1879 in Emmerichenhain ein Denkmal erbaut, das an den Retter des Westerwalds erinnert.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen auf der Renneroder Hochfläche zählen neben der Fuchskaute und dem Salzburger Kopf vor allem die Secker Weiher, das Fachwerkrathaus in Rehe, die alte Kirche in Stein-Neukirch und die Wacholderheide bei Westernohe.